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Sendlinger Pressekritik
keine Duldung von Lügen, Mauscheleien, Unwahrheiten!


Verantwortungslosigkeit hat Vor- und Familiennamen!


Unwahre Presse-Berichterstattung zum Thema DITIM-DITIB-Moscheebaupläne in München am Gotzinger Platz gab es reichlich! Tendenziöses, Unfaires, Falschaussagen, verdrehte Halbwahrheiten, Sachunkundiges - Beispiele und Namen dieser Journalisten sind bekannt!

Wer kontrolliert die Kontrolleure? „Die Presse“ - genauer: die berichtenden Journalisten - werden von uns Bürgern nun öffentlich und kritisch in ihrem Tun begleitet. Jeder Bürger kann und soll sich selbst eine Meinung bilden!
Unser Maßstab an die Journalisten sind die „journalistischen Tugenden und Grundregeln“: objektive Recherche der Faktenlage, wahre Berichterstattung, Ausgewogenheit der Argumente, eine sittliche Grundverantwortung gegenüber unserer Demokratie und unserer Mehrheitsgesellschaft.


 

Sendlinger Pressekritik, den 01.09.2010

Münchner Merkur: „Das geheime Museum des Christian Ude“ (1)

 

‚Eingebetted’ bei´m OB Ude…

 

Wieviel Distanz muss eine unabhängige Tageszeitung zu sogenannten „Obrigkeiten“ einnehmen, um ihrer Aufgabe der Berichterstattung objektiv nachzukommen? Wer braucht wen – und wer gebraucht wen zu was? Wir alle haben Verantwortung!

 

Wie darf man die Situation nennen, wenn deutsche Journalisten, üblicherweise zuständig beispielsweise für eine Lokal- oder Stadtteilredaktion, nach Pülümür in die Türkei/Anatolien reisen, um dort, beispielweise anno 2005, Reden über den Münchner Bürger Christian Ude anzuhören, weil dieser sich als Namensgeber (!) des pülümürer „Kultur- und Bildungszentrum“ hergab?

Wer was und wie viel mit welcher Begründung damals beispielsweise auch zur Finanzierung der begleitenden Journalisten beitrug, interessiert die ‚Bürger für Sendling’ heute noch: sie mussten sich ebenfalls anno 2005 zusammentun, um das damals nicht zufällig beginnende OB-Ude-Engagement für die türkisch-islamische Ditib-Ditim-Zentralmoschee am Gotzinger Platz abzuwehren!

Und auch eine von ihnen als unfair, unwahr, unredlich empfundene Berichterstattung der Münchner Lokalpresse. Dass damals der Regionalteil der ‚Süddeutschen Zeitung’ den ‚Bürger für Sendling’ oftmals als eine ‚Verlautbarungsstelle’ des OB Ude dünkte, als ein ‚Vorvorzimmers’ des OB Ude, ist nachzulesen. Der SZ-Journalist Bielicki war einer derjenigen, die zu OB Ude standen wie ‚In Treue fest’ und dessen Berichterstattungen zum Thema ‚Ditib-Ditim-Zentralmoschee am Gotzinger Platz’ waren in ihrer Ausrichtung mehr als eindeutig.

 

Wenn es ‚der Politik’ notwendig erscheint, ist man zu Journalisten besonders nett. Geschickte Politiker „bauen ihre Journalisten“ nach dem Motto auf: ‚Schaffe dir Freunde, bevor du sie brauchst’.

Die Amerikaner haben dafür „den ‚Embedded Journalist’ erfunden (von englisch „embed“ – einbetten, integrieren, deutsch „Eingebetteter Journalist“(2), der „die Dinge aus erster Hand“ erfahren und erleben sollte. Erstmals verwendet wurde der Begriff „Embedded“ von der US-Army im Irak-Krieg 2003. anno 2005 auf bairisch formuliert in Sendling nach der Lektüre des SZ-Artikels über das Christian Ude-Kultur und Bildungszentrum in Pülümür in Ostanatolien/Türkei.

 

Dass die SZ-Lokalberichterstattung ihre einstige wichtige Stellung für viele Münchner an den ‚Münchner Merkur’ verloren hat, ist nichts Neues. Aber machiavelistisch gedacht für die Münchner Stadtpolitik sehr wichtig! Dass OB Ude jetzt dem jungen MM-Journalisten Johannes Patzig seine Wohnung zeigt, seinen Kollegen gar fotografieren lässt und kleine sympathische Geschichtchen von besonderem „human touch“ von sich, von alten Schlüsseln und kleinen Diebstählen erzählt, ist einfach sooooo süüüüüß… soooo menschlich, sooooo rührend …und eine ganze MM-Druckseite wert! Nur sollte man nicht vergessen, dass der OB Ude, auch bekennender Kabarettist mit Gespür fürs überraschende Dramaturgie, dergleichen soooo süüüüüüße Interviews nicht ohne Absicht tut!

Ein Glücksfall für den MM-Journalisten Johannes Patzig ist die gewählte Überschrift über dem Bild des grinsenden Christian Ude: „Das geheime Museum des Christian Ude“.

Denn da haben wir uns beruhigt: das Bild beweist, dass das Museum ja nicht mehr geheim ist – und dass er da ja schon drinnen ist, der OB Ude!

Und der MM-Journalist Johannes Patzig könnte etwas gelernt haben…  (dg)

 

 

Informationen:

 

1.) Münchner Merkur, Wochenendausgabe 28,-29.08.2010, Titel-Erklärung: ‚Eingebetted’ = Urspr. engl. ‚Embetted’

 

2.) Wikipedia: Embedded Journalist (von englisch „embed“ – einbetten, integrieren, deutsch „Eingebetteter Journalist“) bezeichnet einen kontrollierten und zivilen Kriegsberichterstatter, der im Krieg einer kämpfenden Militäreinheit zugewiesen wurde. Geprägt wurde der Begriff zu Beginn des Irakkrieges im Jahre 2003, seitens der Streitkräfte der Vereinigten Staaten. Die United States Army begegnete mit der Praxis des „eingebetteten Journalismus“ dem Druck amerikanischer Massenmedien, denen der Zugang zum Kriegsgeschehen während des Zweiten Golfkrieges 1991 und des Krieges in Afghanistan 2001 nicht ausgereicht hatte. Auch aus Sicht der Koalition der Willigen war das Einbinden der Journalisten sinnvoll, da auf diese Weise die Berichterstattung leichter kontrolliert werden konnte.

 

Auflagen und Risiken Das Militär verlangte von den embedded journalists, kurz auch als embeds bezeichnet, dass sie vorher eine Zeit lang ein Spezialtraining absolvierten.(…) Außerdem mussten sich die Reporter und deren Arbeitgeber verpflichten einem speziellen Regelkatalog, den sogenannten Ground Rules, die genaue Auflagen enthielten, zuzustimmen. Während der Kampfhandlungen des Irakkrieges im Jahr 2003 sind 16 der 600 embedded journalists ums Leben gekommen, darunter auch der deutsche Focus-Korrespondent Christian Liebig. Die Zahl ist erstaunlich hoch, denn von den rund 300.000 eingesetzten alliierten Soldaten verloren während der Kampfhandlungen lediglich 178 ihr Leben; die Todeswahrscheinlichkeit der embeds war also rund 45mal größer.

 

Qualität und Zensur: Bildrauschende Videos, übertragen mittels Satellitentechnik, waren dauerhafte Begleiter des Kriegseinsatzes. Nur wenige Journalisten waren in der Lage, auch Aufnahmen zu machen, die nicht unbedingt den Interessen der Militärs entsprachen. Die Berichterstattung unterlag der Zensur. Wenn auch die Konzeption eine gewisse Ähnlichkeit zu jener der deutschen Propagandakompanien (kurz PK) im Zweiten Weltkrieg aufweist, so gibt es doch einen Unterschied: der PK-Reporter war befehlsgebundener Soldat, der embedded journalist dagegen ist Zivilist, wenn auch in Uniform, und zumindest formal unabhängig. Das Embedding stellt einen Fortschritt gegenüber dem extrem ungeliebten Pool-Prinzip dar. Ein Vorteil des Einbettens für Journalisten: Es löst sie von der Verpflichtung, ihr Material mit Kollegen teilen zu müssen, wie es unter Einsatz des Pool-Prinzips nötig gewesen ist. Rezeption: „Eingebettete Journalisten“ wurde bei der Wahl für das Wort des Jahres 2003 auf den 5. Platz gewählt. Zitate „Der Blick des Journalisten fällt durch den Sehschlitz des Panzers. Und der ist nicht sehr groß.“ Friedrich Nowottny: bis 1995 Intendant des Westdeutschen Rundfunks, 2003

 

 

Bürgervereinigung „Bürger für Sendling“ (BfS)
Sprecherin: Helga Schandl (V.i.S.d.P), Königsdorfer Str. 13, 81371 München

 


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Sendlinger Pressekritik, den 25.05.2010

Europäische Journalisten (EJF) stellen Türkei an den Pranger!

 

Türkei: Feind der Demokratie und freien Journalismus? 1)

 

Im Streit um die Münchner Ditib/Ditim-türkisch-islamische Zentralmoschee in Sendling berichteten Journalisten der Süddeutschen Verlagsgruppe unkritisch-wohlwollend über türkische Einflussnahmen via dem Münchner OB Ude. Jetzt protestierte die Europäische Journalisten-Konferenz (EJF) 2) gegen die Knechtung der Pressefreiheit in der Türkei.

 

Der Ehrenbürger von Pülümür (Anatolien), der Münchner OB Ude, hatte vom türkischen Ministerpräsidenten Erdogan Unterstützung für die Ditib/Ditim-türkisch-islamische Moschee in Sendling angeboten bekommen: nicht nur hierüber hatten Münchner Journalisten der ‚Süddeutschen Verlagsgruppe’ unkritisch-wohlwollend bis zustimmend zum Projekt der türkischen Religionsvereine Ditib/Ditim berichtet. Die ‚Bürger für Sendling’ hatten sich oftmals über die einseitige parteiliche Berichterstattung beklagt.

Nach dem aktuellen Protest der Generalversammlung der Europäischen Journalisten-Konferenz, die am 18. April 2010 mit voller Absicht in Istanbul tagte, appellieren die ‚Bürger für Sendling’ nun an die Journalisten der ‚Süddeutschen Verlagsgruppe’, dass sie ihre Einstellung hinsichtlich der Zielsetzung und des Wahrheitsgehalts offizieller türkischer Quellen – hierzulande Ditib/Ditim-Nachrichten via türkischem Religionsministerium – prüfend objektivieren sollen.

Sie sollten vorab vor allem den Bericht ihres Kollegen Joachim Kreibich in der neuesten Ver.di-Zeitschrift 3) für Journalisten lesen:

„… Ercan Ipeki, Präsident des Verbandes der türkischen Tageszeitungs-Journalisten (TGS) zog ein bitteres Resümee. Vierzig seiner Kollegen sind gegenwärtig in Haft. Die Arbeit der kritischen Journalisten und der Gewerkschaften generell wird behindert, die regierungsfreundlichen Medien bilden ein Kartell, die freie Berichterstattung bleibt auf der Strecke. Wer seine Aufgabe ernst nimmt, unvoreingenommen recherchiert und Missstände aufdeckt, muss damit rechnen, im Gefängnis zu landen. In den vergangenen Monaten wurden 17 türkische Journalisten angegriffen… (…) Nicht nur Journalisten übten heftige Kritik. Mustafa Türkel, Sekretär der Vereinigung türkischer Gewerkschaften, machte deutlich, dass die Regierung zwar internationale Vereinbarungen unterschrieben hat, aber häufig dagegen verstößt. .. (…) In der Türkei genüge es schon, den Begriff ‚Kurdistan’ in einen Artikel zu verwenden, um hinter Gitter zu landen: völlig unvereinbar mit allen rechtsstaatlichen Prinzipien und demokratischen Gepflogenheiten. Riza Türmen, ehemals Richter am europäischen Gerichtshof für Menschenrechte und Kolumnist der Zeitung ‚Milliyet’, hat beobachtet, dass die Regierung missliebigen Verlagen die Steuerfahnder ins Haus schickt, die monatelang minutiös die Bücher prüfen. Selbst bei kleinen Verstößen werden unglaublich hohe Geldstrafen verhängt… (…).“4)

 

Die Europäische Journalisten-Förderation (EJF) sieht „auch die EU-Kommission und das europäische Parlament gefordert. (…) In einer einstimmigen Resolution aller Teilnehmer wurde die sofortige Freilassung der Inhaftierten im Land gefordert. Mit Abscheu reagierten die Journalisten auf die Ermordung ihres Kollegen Cihan Hayirserver im Dezember 2009.“

4) Erstaunlich, wie vorsichtig der Journalist Joachim Kreibich, der auch als Autor in der Süddeutschen Zeitung erscheint, hier berichtet! Denn eigentlich ist der von ihm nicht (!) zitierte Wortlaut der EFJ-Resolution (1) auf 44 Zeilen an Deutlichkeit nicht zu überbieten! Wobei die Aufzählung übler Verstöße in der klaren Anprangerung, die „Türkei ist ein Feind des freien Journalismus in Europa und der Welt der Demokratie.“ (…Council marks Turkey as an enemy of free journalism in Europe and in the democratic world.” s. Pkt. 1) gipfelt.

 

Die ‚Bürger für Sendling’ sehen die Damen und Herren Journalisten der ‚Süddeutschen Zeitung’ gefordert, vornehmlich diejenigen Journalisten der ‚SZ-Redaktion Lokales’, die dem aktuellen Rathaus-Chef OB Ude zuneigen und dessen Faible zur türkisch-islamischer Thematik! „Sage mir, mit wem du umgehst, so sage ich dir, wer du bist, weiß ich, womit du dich beschäftigst, so weiß ich, was aus dir werden kann.“ Johann Wolfgang von Goethe äußerte sich mit Bestimmtheit nicht so als „Warnung für Journalisten“, aber: Die Aussage passt!           (db)

 

 

Informationen:

1. [PDF EFJ Statement on Rights of Journalists and Trade Union Freedoms in Turkey

50k - Adobe PDF - Als HTML anzeigen

The EFJ condemns vigorously the continued denial of trade union rights and ... shocked by the murder of Cihan Hayirserver, Executive Editor of Guney Marmara'da ...

europe.ifj.org/assets/docs/217/078/5f98ad9-bd5804e.pdf

Ausschnitt:
„All of this, combined with a barrage of 163 warnings, threats und penalties imposed on 66 Turkish broadcasters by the media regulator the Radio and Television Supreme Council marks Turkey as an enemy of free journalism in Europe and in the democratic world.”

2. Die Europäische Journalisten Förderation (EJF) repräsentiert mehr als 250.000 Journalisten in mehr als 30 europäischen Ländern. Das ‚Steering Commitee’, das Führungsgremium der EJF, setzt sich aktuell aus 11 Journalisten aus 11 europäischen Ländern zusammen. Präsident ist Arne König (SJF), Schweden.

3. ‚Menschen machen Medien’, Medienpolitische ver.di-Zeitschrift Nr. 5/10, Jahrgang 59,

4. Bericht von Joachim Kreibich, s.d. M 5/2010, S. 29: „Bedroht und inhaftiert“.

 

 

Bürgervereinigung „Bürger für Sendling“ (BfS)
Sprecherin: Helga Schandl (V.i.S.d.P), Königsdorfer Str. 13, 81371 München

 


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Sendlinger Pressekritik, den 14.05.2010

Münchner Merkur: ‚Kommentar ‚Pro Islam-Zentrum’ gegen Verfassungsschützer und Richter!

 

Patzt Journalist Patzig mit ‚Augen zu und durch’?

 

Verfassungsschützer, Informanten, Richter können sich irren, aber auch Journalisten!

Erfahrene Kommentatoren in den Medien halten sich meist neutral, wenn öffentlicher Streit noch tobt. Denn die eigene vorschnelle Positionierung offenbart, „wessen Geistes Kind“ man ist: meist ist man bekanntlich erst hinterher schlauer!

 

Nicht nur zur Bestürzung der Penzberger islamischen Gemeinde mit dem Imam Benjamin Idriz und dem Gemeindevorsitzenden Bayram Yerli hat das von ihnen angerufene Verwaltungsgericht entschieden: „Die Nennung der Muslime im Verfassungsschutzbericht war rechtens.“(1)

Bestürzt darüber äußerten sich auch Münchner Stadtpolitiker fast aller Parteien. Denn sie hatten sich nach dem wahrscheinlichen Münchner ‚Zentralmoschee-Debakel der türkisch-islamischen DITIB/DITIM’ von der Penzberger Imam-Idee eines vorgeblichen „Europäischen Islam-Zentrums in München“ begeistern lassen.

Dabei warnte der Bayerische Verfassungsschutz bereits seit 2007 vor Islamismus-Verbindungen - auch verborgener Art - in seinen Jahresberichten(2); dazu verwies er auf bekanntgewordene Indizien. Was letztlich darauf hinauslief, dass – kurzgefasst – der Vorwurf einer Art ‚Fünften Kolonne’(3) erhoben wurde.

Gleich ob Wahrheit, dringender Verdacht oder auch nur eine gewollte Konstruktion des Verfassungsschutzes: kein Wunder, dass die Beschuldigten, voran Imam Benjamin Idriz, sich vor Gericht dagegen wehrten (4). Ihr Verhalten ist in jedem Fall verständlich und für jedermann nachvollziehbar - gleich ob die Beschuldigungen nun wahr waren oder auch nicht!

Nun aber hat ein unabhängiges Gericht die Fakten geprüft, sowohl die recherchierten, belegten Vorwürfe des Verfassungsschutzes als auch die sicherlich durchdachten Gegenargumente der islamischen Penzberger Gemeinde mit ihrem deutschen Anwalt Hildebrecht Braun (5).

Und nach lang andauernder Untersuchung kam das Urteil: der Bayerische Verfassungsschutz kann seine Berichte stehen lassen!

 

Zum Nachdenken: ‚gleich ob Wahrheit, dringender Verdacht oder auch nur eine gewollte Konstruktion des Verfassungsschutzes’ vorgegeben sind, gleich, ob man in unserer Demokratie als ‚freier Geist’ oder als Betroffener unterstellen darf, dass auch Richter sich irren können oder theoretisch sowie vorsätzlich Fehlurteile möglich sind – wäre es nicht ein Gebot der Vernunft, den urteilenden Richtern zu unterstellen, dass sie (in Kenntnis der Brisanz der Thematik) alle vorgelegten Unterlagen sehr genau geprüft haben, bevor sie ihr Urteil verkündeten?

Dass sich nach manchen Gerichtsurteilen thematisch bereits festgelegte Politiker ‚aus dem Bauch heraus’ unmutig dazu äußern, ist oft ihrem Klientel als Reflex geschuldet (5).

Was aber schuldet der Journalist Johannes Patzig wem und warum, wenn sein Kommentar neben dem 4-spaltigen Artikel „Verfassungsschutz. Die Muslime wehren sich’ lautet:

„ Islam-Zentrum darf nicht sterben! Schon lange existiert der Verdacht, einige Planer des Islam-Zentrums ‚Ziem’ in München würden Kontakte zu Islamisten pflegen. Nun wurde er durch ein Gerichtsurteil noch erhärtet. Sollte man die Pläne für das Islam-Zentrum also begraben? Auf gar keinen Fall! Dafür ist diese Vision viel zu wichtig für die Stadt, ja für Deutschland. Das Konzept, das die Initiatoren vorgelegt haben, bietet die einmalige Chance, einer neuen Art von Islam eine Heimat in München zu geben. Einem Islam, der sich in deutscher Sprache ausdrückt, der sich zu den Werten unserer Verfassung bekennt und sich nicht im Widerspruch zur modernen westlichen Gesellschaft sieht. So ein Projekt wäre effektiver Verfassungsschutz.

Wenn die Staatsregierung den Muslimen misstraut, muss sie Kontrolle ausüben. Sie muss über Lehrpläne und Personal mitbestimmen und wachsam bleiben, wer ein- und ausgeht. Kein Islam-Zentrum ist aber keine Lösung. Nicht auszudenken, wenn nach dem Debakel in Sendling noch ein Moschee-Projekt scheitert! Dann besteht erst recht die Gefahr der Radikalisierung in Hinterhöfen!“(6)

 

Man muss sich fragen: hat der Journalist Johannes Patzig nicht Hintergründe recherchiert, sondern parteilich nur eine einzige Betroffenheitsseite angehört?

Hat er sich nicht einmal kritisch bei seinem eigenen Kommentar gefragt, was er da selbst eigentlich fordert?

·         Staatliche Kontrolle über die Religion Islam!

·         Zum bisherigen Islam der Sunniten, Aleviten, Schiiten usw. die Neubegründung eines ‚Bayerischen Staats-Islam’, der die Deutsche Verfassung mit Bezug auf den Gott (der christlichen Verfassungsväter) über das ‚Göttliche Wort Allahs’ mit bayerischen Lehrplänen stellt!

·         Den Bayerischen Verfassungsschutz eingeteilt als ‚Moschee-Hausmeister’, der umfassend weiß, wer ‚ein- und ausgeht’,

·         einen Bayerischen Staatsvertrag’, u.a. mit Imam-Bestimmungsrecht.

 

Johannes Patzig hat – entspannt gesagt – nur mit seinem Schlusswort im Kommentar etwas Richtiges getroffen, wenn er schreibt:

„Dann besteht erst recht die Gefahr der Radikalisierung in Hinterhöfen!“

Höchstwahrscheinlich! Einerseits von den Muslimen, die mit Recht dazu ‚auf integrationseinheimisch’ sagen könnten: „Ja, wo sam’mer denn?“ Andererseits von bayerischen Einheimischen, die mit Recht ihrer Staatsregierung sagen könnten: „Ham’s di no?“

Sicherlich petzen wir nicht, wenn wir dem Journalisten Johannes Patzig raten, sich auch von honorig auftretenden Stadtpolitikern nicht instrumentalisieren zu lassen: denn auch extern erzeugte Misstöne hallen nach…

 

PS.: Den ‚Bürger für Sendling’ wurden Hinweise zugetragen, wonach Münchner Stadtpolitiker nach einer etwaigen offiziellen Aufgabe der DITIM-Moscheebaupläne den Sendlinger Gotzinger Platz kurzfristig für das Islam-Zentrumsprojekt vorschlagen wollen.

Ein Schreiben der ‚Bürger für Sendling’ an den Penzberger Imam Idriz mit der Aufforderung, er solle eine kolportierte Aussage von ihm - er wolle nicht nach Sendling - schriftlich bestätigen, blieb bisher leider unbeantwortet.  (dg)

 

 

Informationen:

1) Bayerisches Verwaltungsgericht München (05.05.2010): „Verfassungsschutzbericht 2008: Antrag der Islamischen Gemeinde Penzberg e.V. abgelehnt. Mit Beschluss v. 03 Mai 2010 (Az.M 22 E 09.2155) hat das Verwaltungsgericht München den Antrag der Islamischen Gemeinde Penzberg e.V. (IGP) und ihres Vorsitzenden auf Unterlassung der Erwähnung im Verfassungsschutzbericht 2008 abgelehnt. Nach der Entscheidung entsprechen die beanstandenden Aussagen der Wahrheit und durften gemäß Art. 15 Bay. Verfassungsschutzgesetz veröffentlicht werden. (…) Nach den Darlegungen des Gerichts bestehen Verbindungen des Vereinsvorsitzenden der islamischen Gemeinde Penzberg e.V. sowie auch des Imams der Moschee in Penzberg zu Milli Görüs. Der Imam, welcher zugleich Initiator und Vorstandsvorsitzender des Projekts ZIEM (Zentrum für Islam in Europa – München) ist, steht danach außerdem in einem Unterordnungsverhältnis zu einer weiteren als verfassungsfeindlich eingestuften islamistischen Organisation, nämlich der ‚Islamischen Gemeinschaft in Deutschland’, dem deutschen Zweig der extremistischen Muslimbruderschaft.“
Informationen: Bayerisches Verwaltungsgericht, Postfach 200543, 80005 München; das obige Zitat stammt aus dem ‚Münchner Merkur’ v. 07.05.2010, Münchner Teil, Titel: ‚Die Muslime wehren sich’ von Johannes Patzig.

2) Jahresberichte Bayerischer Verfassungsschutz ab 2007: www.innenministerium.bayern.de/sicherheit/verfassungsschutz;
Adresse: Bayerisches Landesamt für Verfassungsschutz, Knorrstraße 139, 80937 München. www.verfassungsschutz.bayern.de;  Tel. 089 – 31201-0;

3) ‚Fünfte Kolonne’: http://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCnfte­Kolonne
„Fünfte Kolonne ist heute ein politisches Schlagwort und benennt Gruppierungen, die bei politischen Konflikten oder Kriegen mit den Gegner des eigenen Staats zusammenarbeiten oder einer solchen Zusammenarbeit verdächtigt werden.“

4) Süddeutsche Zeitung, 07.05.2010: „Ich bin doch kein trojanisches Pferd“. Der Penzberger Imam – ein verkappter Islamist? Das Verwaltungsgericht wirft Benjamin Idriz Islamismus vor. Dieser ist geschockt. Von M.Maier-Albang und M. Drobinski: „(…) Idriz steht nun als einer da, der zwar offiziell für einen weltoffenen und toleranten Islam eintritt, in Wahrheit aber…(…) Das Gericht geht davon aus, dass Idriz die Öffentlichkeit belügt…“

5) Hildebrecht Braun, Rechtsanwalt, *1944, FDP-Politiker, ehemals MdB, unterlag 2008 der FDP-StR Nadja Hirsch bei der EU-Wahl; http://de.wikipedia.org/wiki/hildebrecht­Braun

6) Nach Medienberichten in den letzten Jahren wurden sog. „Hassprediger“ auch in „anerkannten sog. repräsentativen Moscheen“ festgestellt; auch trafen sich die Attentäter des 11.September in allgemein zugänglichen Moscheen.
Logischerweise muss mit ‚normalem Menschenverstand’ davon ausgegangen werden, dass subversiv wirkende Staatsfeinde sich nicht öffentlich, sondern eher absichernd „im Geheimen“ kommunizieren und verdeckt arbeiten.

 

 

Bürgervereinigung „Bürger für Sendling“ (BfS)
Sprecherin: Helga Schandl (V.i.S.d.P), Königsdorfer Str. 13, 81371 München

 


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Sendlinger Pressekritik, den 06.05.2010

Ude-Bildchen: ,Mogelverpackung’? Ansichtssache? ‚Lässliche Sünde’? Absicht?

 

Kann Portraitbildlächeln Lüge sein?

 

Ude hier, Ude da. Selbst in kostenlosen Münchner Werbeblättern stellt sich der Münchner Oberbürgermeister Ude dar, weiß viel zu vielen Themen. Sein Portrait belächelt zeitlos jung Münchner Leser: Dank des Stadtpresseamts? Der Archivare? Oder: Botulinumtoxin?

 

Oberhalb des Portraits steht fettgedruckt: „Hier schreibt der OB“, unterhalb des Portraits steht fettgedruckt „Der OB Christian Ude schreibt seit Jahren seine Kolumne für das Münchner Sonntagsblatt. Foto: Stadtpresseamt“. Und dazwischen platziert lächelt der OB Ude seine Münchner Leser im ‚Münchner Samstagsblatt“ jugendlichfreundlich an. Optisch fast faltenfrei… quasi zeitlos!

 

Im redaktionell aufgemachten Artikel zum Thema ‚Münchner Stadtbibliothek schlägt alle Ausleihrekorde’ begeistert sich der Verfasser geradezu olympisch über „das bundesweit größte kommunale Bibliothekssystem“, „bundesweit nahezu konkurrenzlose Besucherzahlen“ und auch über die städtische Investition von ca. 33 Millionen Euro 2010 in drei städtische Bibliotheks-Neubauten.

Da mögen manchem Münchner Leser, der von einer aktuellen Münchner Stadtverschuldung von etwa 3,3 Milliarden Euro gehört hat und der an die deswegen jährlich zu zahlenden Zinsen denkt, seine eigenen Gesichtszüge wie das ‚Ude-Portraitlächeln’ ‚wie eingefroren’ vorkommen!

Andere Münchner aber, die das ‚Ude-Portraitlächeln’ als zu „jugendlichgrinsend“ im Propaganda-Stil auch undemokratischer Strukturen empfinden, fragen sich verblüfft beim Bildvergleich mit ihren eigenen Jugendbildern: ‚Was hat er, was ich nicht habe?’

 

Beispielsweise ein ‚Stadtpresseamt’, das wegen der Einspar-Appelle des Stadtkämmerers möglicherweise aktuelle Portrait-Fotografenhonorare einspart und deswegen Ude-Archivbilder an Redaktionen herausgibt …

Beispielsweise ein ‚Münchner Samstagsblatt’, dessen Redaktion neben das offenbar zeitlose ‚Ude-Portraitbild’ leider nicht „Foto Stadtpresseamt, Archivbild anno 19xy“ abdruckt, sondern stattdessen rechts über der ‚Ude-Kolumne’ ordentlich ‚Samstag, 17.April 2010’ vermerkt.

 

Nachdem das ‚Münchner Samstagsblatt’ eine in München regelmäßig erscheinende, wie eine Zeitung aufgemachte Publikation ist, mag das manche Münchner möglicherweise irritieren … aber was soll’s: es handelt sich ja nur um ein kostenlos verteiltes Werbeblatt eines Unternehmens der „Mediengruppe Süddeutsche Verlag“.

Kostenlos an Münchner Haushalte verteilt: das stimmt! Sicher ist aber auch: das ‚Münchner Samstagsblatt’ wird mit Kosten erstellt! Und da es ein Werbeblatt ist, werden es wohl die Werbekunden sein, die dafür zahlen. Und die auch etwas für ihr Geld haben wollen, Motto: ‚Wer zahlt, schafft an!’

Doch da die Stadt München aktuell massiv verschuldet ist, fragen sich die ‚Bürger für Sendling’ besorgt: Was macht das Münchner ‚Stadtpresseamt’ im Werbeblatt? Bezahlt die Stadt vielleicht der ‚Mediengruppe Süddeutscher Verlag’ dafür etwas aus seinem Budget? Oder bekommt sie von der ‚Mediengruppe Süddeutscher Verlag’ diesen ‚Werbeblatt-Platz’ geschenkt? Gegen eine Spendenquittung… oder „nur so, für lau?“ Wenn aber ein deutsches Sprichwort schon heißt, „Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul!“, könnte das vielleicht bedeuten, dass die Werbeblatt-Redaktionen das von PR-Stellen geschenkte Text- und Bild-Material problemlos annehmen und ‚kontrolllos’ veröffentlichen dürfen. Ohne dass beispielsweise daneben steht: „Ungeprüfte Werbe-Aussage. Über deren Wahrheitsgehalt erkundigen Sie sich bitte selbst beim PR-Versender oder bei jeder nächstgelegenen echten Zeitungsredaktion oder ehrlichen JournalistInnen.“

 

Natürlich könnte man bei einer fiktiven Fragestellung „Wie alt ist das Portraitbild?’ oder ‚Wie gut ist das Portraitbild retuschiert?’ im konkreten Fall dem ‚Münchner Samstagsblatt’ unterstellen, seine Leser psychosomatisch darob schonen zu wollen. Schließlich mag so manchem Münchnern das veröffentlichte „OB-Ude-Breitlächeln“ des überlassenen ‚OB-Ude-Portraits’ nicht zur oft tristen Münchner Lebenswirklichkeit passen. Könnte sich der verantwortliche Redakteur Robert Gresser vom ;Münchner Samstagsblatt’ tatsächlich solche Gedanken gemacht haben?

 

Denn Beobachter der ‚Bürgern für Sendling’ sind sich einig, dass sich die Ursache des ‚Ude´schen Breitlächelns’ vom ‚Sardonisches Lächeln’ oder auch einer Facialis-Gesichtsnervenlähmung sicher unterscheidet. Nach bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnissen gibt es auch kein körpereigenes, humanoides Botulinumtoxin zur Faltenglättung.

Oder lautet die wahrscheinlichste Erklärung für das Ude’sche Breitlächeln banal: „Professionell zeitloses Werbedauerlächeln“?

 

Nachdem Werbung bekanntermaßen die Realität schönt, auch Wahrheiten künstlerisch verfremdet, sollte man sich über ‚zeitlose Politikergesichtsabbildungen’ weder wundern noch aufregen. Eine demokratische Anregung für das ‚rg-Redaktionsbüro Robert Gresser’ allerdings wäre, alle Veröffentlichungen im ‚Münchner Samstagsblatt’ auf Kriterien des „Unlauteren Wettbewerbs“ zu prüfen.

Korrekt wäre es dann, wenn Werbetexte und Werbebilder als ,Werbetexte’ und ‚Werbebilder’ eindeutig gekennzeichnet würden. Beispielsweise mit: „Eine Werbetext-Anzeige des….“ oder „Werbe-Text, erstellt und angeliefert durch ….“. Somit könnte es für die Redaktion eines Werbeblatts niemals den Verdacht geben, dass redaktionell aufgemachte Texte nur eine für bestimmte Interessen oder Personen zugeordnete ‚Verkappte Werbung’ seien. Auf keinen Fall dann eine ‚heimliche redaktionelle Parteinahme’ und keine subversiv platzierte ‚Leser-Täuschung’.

 

Angesichts der ‚Spar-Zeiten’ ergäbe dadurch sich für viele Politiker die große Chance, mit ihrem persönlichen Erstbild ‚Bäuchlings liegendes lächelndes Baby auf Bärenfell’ günstig und einmalig eine lebenslang taugliche Bild-Dauerleihgabe an Redaktionen abzugeben.

Dann wäre auch die Frage gelöst, in welchem Alter aus dem Lächeln im Gesicht ein Grinsen wurde.

Oder ab wann dem Betreffenden einmal endgültig ‚das Lachen verging’.

Übrigens: diese Fragestellung trifft auf uns alle zu… beispielsweise nach der Lektüre von städtischen Werbetexten mit OB-Ude-Breitlächelportraits!   (db)

 

 

Informationen:

1. ‚Münchner Samstagsblatt’, 17.April 2010, Seite 3; MWB Medien GmbH (www.mwb-medien.de; und www.wobl.de; „Ein Unternehmen der Mediengruppe Süddeutscher Verlag“.

2. Botulinumtoxin – Wikipedia; Van Ermengem nannte den Mikroorganismus Bacillus botulinus. .Von "http://de. wikipedia.org /wiki/Botulinumtoxin" ... Über Wikipedia. Impressum ... de.wikipedia.org/wiki/Botulinumtoxin

 

3. "Bildbearbeitung: Die Haut bei Portraitfotos glätten: Bei Portraitfotos möchte man sein Modell von der besten Seite zeigen – unreine Haut und kleine Fältchen stören dabei gewaltig. Als erste Hilfe bei der digitalen Schönheitsreparatur tritt der Filter Matter machen in Photoshop Elements auf: Legen Sie mit [Strg]+[j] eine Kopie Ihrer Ebene an.

Gehen Sie ins Filter-Menü und nehmen Weichzeichnungsfilter -> Matter machen. Der Filter ist sehr wirkungsvoll, stellen Sie daher die Werte eher konservativ ein. Nun können Sie die Wirkung noch weiter kontrollieren, indem Sie die Deckkraft der Ebene auf etwa 50 Prozent herabsetzen. (tok) (Internet-Werbe-Zusendung vom 03.05.2010, VNR )

 

 

Bürgervereinigung „Bürger für Sendling“ (BfS)
Sprecherin: Helga Schandl (V.i.S.d.P), Königsdorfer Str. 13, 81371 München

 


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Sendlinger Pressekritik, den 01.04.2010

SZ-Journalist Jan Bielicki kommentierte ‚Sendlinger Moschee-Stopp’

 

Süddeutsche Zeitung: ‚Alptraum ohne Ende’?

 

„Ende eines Traums“: Kommentar-Titel in der ‚Süddeutsche Zeitung’ zur Einstellung der türkisch-islamischen Ditim-Zentralmoschee-Pläne am Gotzinger Platz in Sendling.

Für ‚wache SZ-Leser’ allerdings eine Offenbarung unverhüllter Parteilichkeit.

Ein „Alptraum für Demokraten“?

 

Das ruhmlose Ende des Traums, auch den Zehntausenden Muslimen der Stadt einen kleinen Teil des Münchner Himmels einzuräumen, ist zweifellos eine Niederlage: für Ude, für Rot-Grün, vor allem für die Münchner, ob Muslime oder nicht. Die Chance, ein Zeichen für das Miteinander aller Bürger zu setzen, ist erst einmal vertan. (1)

So lesen sich die gedruckten Gedanken des SZ-Journalisten Jan Bielicki in seinem SZ-Kommentar (47 Zeilen) zum Scheitern der türkisch-islamischen Ditib-Ditim-Zentralmoscheepläne in „der größten überregionalen Abonnement-Tageszeitung Deutschlands.(2).

Deren Leser „hervorragende Multiplikatoren“ und „Meinungsführer“ sind. „Sie sind qualitätsorientiert und können es sich auch leisten. Sie setzen Trends.“. Ob sich diese Leser jedoch, darunter „276.000 Top-Entscheider“(3), der ‚Süddeutschen Zeitung’ auch diese Erkenntnis des Dichters Samuel Butler (1612 – 1680) leisten können?

Denn die Butler’sche Wahrnehmung lautet: „Der wichtigste Dienst, den uns die Presse erwiesen hat, ist der, dass sie den Menschen dazu erzogen hat, an Gedrucktes mit Misstrauen heranzutreten.“ (4)

 

Der SZ-Journalist Jan Bielicki hat sich nun (so die jahrelangen Wahrnehmungen der ‚Bürger für Sendling’) mit seiner SZ-Schreibe zum Thema ‚Türkisch-islamischen Zentralmoschee-Projekt’ um diese Butler’sche Wahrnehmung höchst verdient gemacht! Im Sinn dieses Dichterworts hat er sich persönlich recht intensiv in der „Meinungsbildung“ der SZ-Leser engagiert!

Und auch so, als ob ihn sein Vorname ‚Jan’ – nach dem Motto ‚nomen est omen’ – dazu verpflichtet hätte! Denn ‚Jan’ als „die niederländische, norddeutsche, tschechische, polnische und sorbische Form von Johannes oder auch die Kurzform des hebräischen Namens Jejohananaist nach der Bedeutung des Namens ‚Jan’ „von Johannes und Jakobus abgeleitet’ und verpflichtet damit möglicherweise seinen Namensträger zu außergewöhnlichem Handeln, denn er bedeutet:
„Er hat Gnade erwiesen.“
(5)

 

Ein ‚Jan’, der sich seines Namens diesbezüglich stark bewusst ist, könnte durchaus ein anderes Selbstverständnis entwickeln und dadurch beruflich ganz anders wirken als vergleichweise ein Mensch, der sich beispielsweise nur ‚berufsbezogen definieren’ würde.
Beispielsweise schlicht: „Ich Journalist!“

Denn für diese Menschenspezies definierte der ‚Nestor des Journalismus’, der Journalist Karl Kraus den Satz: „Keinen Gedanken haben und ihn ausdrücken können: das macht den Journalisten!“(6)

 

Dieser zynisch klingende Lehrsatz des ‚Altmeisters des Journalismus’ Karl Kraus könnte jedoch SZ-Lesern im Gehirn aufblitzen, wenn sie manche Zeilen des SZ-Journalisten Jan Bielicki bewusst lesen, beispielsweise im Bielicki-SZ-Kommentar ‚Ende eines Traums’:

„Die Stadtratsmehrheit, an der Spitze Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) hat alles getan, was in ihrer Macht stand, um ein Projekt durchzusetzen, das bei manchen Bürgern Ängste auslöste, bei einer Minderheit auch eine von Vorurteilen gespeiste, oft aggressive Ablehnung. Ob es darum ging, den Bauherren die Grundsteuer zu stunden (a) oder darum, ihnen beizustehen (b) gegen die mit vorgeschobenen Baurechts-Argumenten betriebene Verhinderungsstrategie (c) des CSU-geführten Freistaats – an der Stadt hat es nicht gelegen, dass von den ehrgeizigen Moscheeplänen nichts zu bleiben scheint als die mit Autos zugeparkte Baulücke, die den Gotzinger Platz nun weiter verschandelt.“  BfS-Anmerkung: a,b,c = eingefügt (7)

 

Mögen „Hobby-Schreiberlinge“ nur ‚das kleine a-b-c’ beherrschen:
von einem professionellen Journalisten, der als SZ-Redakteur für die „…mit keiner anderen vergleichbaren Qualitätszeitung
(8) Süddeutsche Zeitung schreibt, müsste man einen Trend zur Objektivität und Wahrheitspflicht erwarten dürfen.

Wie aber sind dann „Wahrnehmungsdifferenzen“ zu verstehen, wenn z.B. ,Jan Bielicki´ schmal­sichtige Kommentare verbreitet, die nicht nur die ‚Bürger für Sendling’ als nur „Butler’sche Warnungen’ lesen? Sollten sie diese nur als positive Bielicki´sche ‚Butler-Erziehungsimpulse’ für SZ-Leser verstehen?

Oder sollte bei SZ-Lesern das ‚kleine a-b-c’ einen ‚begründeten Verdacht´ mit der Folge eines kritischen „Butler’schen Leseverhaltens“ auslösen?

 

Beispiele:

a) Bielicki: „Ob es darum ging, den Bauherren die Grundsteuer zu stunden…“

Ergänzung zu a:

Etwa 90.000 Euro Steuergelder als schuldig gebliebene Ditim-Grunderwerbssteuer musste die (aktuell mit angeblich rd. 3,3 Milliarden Euro verschuldete) Stadt München an das Finanzamt für den zahlungsklammen, verschuldeten türkisch-islamischen Ditim-Religionsverein zahlen.
Wobei die türkischen Religionsvereine Ditib/Ditim die ihnen ‚übertragenen’ städtischen ‚Moschee-Grundstücke’ mit angeblichen ca. 5,3 Mio Euro Vertragswert seit 2005 leider auch nicht bezahlt hatten… Und wo just diese Grundstücke – im Gegensatz zu anderen städtischen Grundstücken – erstaunlicherweise von den städtisch dokumentierten Werteinschätzungen im Bereich ‚Grundstückswert-Entwicklung’ ausgenommen worden waren.
‚Butler’sche Warnung:

Hundertausende Euro von Münchner Steuergelder für ‚Mini-Religionsverein’ ausgegeben! Gestundet! Unverzinst! Verschenkt! (9)

 

b) Bielicki: „…oder darum, ihnen beizustehen…“

Ergänzungen zu b:

Die Stadt München verlor (zusammen mit Ditib/Ditim) vor dem Bayerischen Verwaltungsgericht ihren Prozess um ihr türkisch-islamisches Zentralmoscheeprojekt!
Denn die Stadt hatte im Umgang mit dem Baurecht und den Rechten der Münchner Bürger leider die hierfür geltenden Gesetze und Verordnungen nicht befolgt.

Üblicherweise gelten bei Vergehen oder Straftaten für jedermann, dass er die Folgen zu tragen hat.
‚Butler’sche Warnung:

Für den verlorenen Moschee-Prozess gibt es bis heute keine Anklage gegen verantwortliche Verursacher! Keine Regress-Forderung! Keine Bestrafung für Steuergeldverschwendung! Kein Nachrechnen, keine Wiedergutmachung, keine Sühne! (9)

 

c) Bielicki: „… gegen die mit vorgeschobenen Baurechts-Argumenten betriebene Verhinderungsstrategie des CSU-geführten Freistaats…“

Ergänzungen zu c:

Schon zu Beginn der städtischen islamischen Moscheeprojekt-Ideen von SPD, Rosa Liste / Grüne hatte die Münchner oppositionelle CSU auf eine ordnungsgemäße Einhaltung des geltenden Baurechts hingewiesen. OB Ude (SPD) und „Rot-Rosa-Grün“ setzten sich willkürlich darüber hinweg!

Dass dann die Bezirksregierung von Oberbayern als zuständige Aufsichtsbehörde (nicht der Freistaat, Herr Journalist Jan Bielicki!) sich gegen das ungesetzliche Verhalten der „Stadtratsmehrheit, an der Spitze Oberbürgermeister Ude (SPD)“ wendete, entsprach geltendem Auftrag und Recht!
Das Münchner Verwaltungsgerichtsurteil „im Namen des Volkes“ ist Konsequenz ordnungsgemäßer Einhaltung unserer verfassungsgemäßen „Rechtsordnung“!
‚Butler’sche Warnung:

Wie eine ‚Geschichtsklitterung’ dünkt dann die Bielicki-Erläuterung, um was es dabei angeblich und hintergründig ging, nämlich: „…die mit vorgeschobenen Baurechts-Argumenten betriebene Verhinderungsstrategie des CSU-geführten Freistaats…“ (9)

 

Resümee:

Wer oder was mag in der Gedankenwelt des SZ-Journalisten Jan Bielicki vorgehen?

 

Jan Bielickis Erstgedanken:

„Genau 41 Meter hoch sollten die beiden Minarette in den Himmel über Sendling ragen – und damit weit niedriger sein als die Türme der benachbarten Korbinianskirche.“

Dass bei den Erstplanungen um gleiche Turmhöhen von 55 Metern gestritten wurde (konfrontative Distanz nur etwa 80-100 Meter) oder auch, dass von der Isar aus betrachtet (Flussauen-Bereich Harlaching) die geplanten osmanischen Minarette die kilometerweit sichtbare Münchner Stadtsilhouette dominant mitgestaltet und geprägt hätten… Wer will das wissen?

 

Jan Bielickis Schlussgedanken:

„…von den ehrgeizigen Moscheeplänen nichts zu bleiben scheint als die mit Autos zugeparkte Baulücke, die den Gotzinger Platz nun weiter verschandelt.“

Dass der berühmte deutsche Architekt Karl Henrici (1842-1927) einst das Bau-Ensemble am Gotzinger Platz mit einer freien Sicht-Achse (neudeutsch: ‚Baulücke’) hin zum Großmarktgelände gestaltet hatte (10), erschließt sich aus alten Abbildungen. Dass ein Journalist eine von Architekten geplante ‚Freifläche’ in der Stadt als „Baulücke“ wahrnimmt, könnte auch eine Art „Butler’scher Meinungsbildung“ sein! Schließlich hatte die Stadt München – alsbald nach ihrer Entscheidung: ‚Gotzinger Platz wird Moscheebauplatz!’ – im Stil eines ‚Entmieters’ den auf dem ‚Parkplatz’ befindlichen Baumbestand ersatzlos absägen lassen, so dass der Platz nur noch hässlich aussah. Den auf diese Weise entstandenen „Freiraum“ als „Baulücke“ zu beschreiben… Wer will das wissen?

 

Apropos Wissen! Zumindest Jan Bielicki sollte wissen, dass die Wikipedia-Erklärung zur Bedeutung des Vornamens ‚Jan’ wortwörtlich so endet: Wenn man den Namen Jehohananan ins Deutsche übersetzt, Jeho(wa) für ‚Gott’ und Hanan/Chana für ‚Gnade’, lautet die Bedeutung „Gott sei ihm gnädig“! (11)

 „…sowie“, so beten die ‚Bürger für Sendling’ die Fürbitte, „…auch dem Chefredakteur Kilz der Süddeutschen Zeitung samt allen SZ-Lesern! Amen!“                                 (dg)

 

 

Informationen:

 

(1)  Süddeutsche Zeitung vom 23.03.2010

(2)  Internet: Texte aus der Angabe der SZ-Media-Daten, 27.03.2010

(3)  ebenda (kursiv gedruckt: dortige Kurzaussagen)

(4)  Samuel Butler (englischer Dichter, lebte 1612-1680), s.Wikipedia;

(5)  Originaltexte Stichwort „Jan“: http://de.wikipedia.org/Wki/Jan

(6)  aus: Lothar Schmidt, ‚Zitatenschatz’, Überreuther-Verlag1994; Berufsbild Journalist: http://de.wikipedia.org/wiki/Journalist

(7)  Süddeutsche Zeitung, Kommentar vom 23.03.2010

(8)  Süddeutsche Zeitung: Eigenwerbung Mediadaten

(9)  alle Angaben seit 2005 finden sich in den Meldungen der ‚Bürger für Sendling’: www.buerger-fuer-muenchen.de

(10) http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Henrici; Karl Henrici, in München verschiedene größere Bauten anno 1898.

(11) s.o. Wikipedia, Stichwort ‚Jan’, Namenserklärung.

 

 

Bürgervereinigung „Bürger für Sendling“ (BfS)
Sprecherin: Helga Schandl (V.i.S.d.P), Königsdorfer Str. 13, 81371 München

 


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Sendlinger Pressekritik, den 30.03.2009

SZ-Berichterstattung mit „Schlüsselsatz“ islamkompatibel relativiert?

 

Demokratie-Befürworter kämpfen nicht leidenschaftlich genug!

 

Die von Islamisten verfolgte niederländische Politikerin Hirsi Ali formuliert Forderungen an Muslime, die viele deutsche Politiker aus Dummheit oder Feigheit nicht zu äußern wagen:

Die islamische Theologie ist ein Integrations-Hindernis!“(1)

 

Das jüdische Gemeindezentrum am Jakobsplatz in München ist am 24.03.2009 gesteckt voll, vielleicht 200 Menschen. Wachsam schauende, trainierte Männer achten auf ‚Sicherheit’. Angekündigt ist die Vorlesung aus einem Kinderbuch: „Adan und Eva.“ Der Untertitel verrät Brisanz: „Eine Begegnung mit dem Islam.“ (2)

 

Die Süddeutsche.de (SZ) wird dazu veröffentlichen: „Es ist ein Kinderbuch, aber es ist nicht harmlos. Nichts, was Hirsi Ali tut oder sagt, ist harmlos.(3)

Der nächste Satz in der Süddeutsche.de fährt fort: „Bekannt wurde die heute 39jährige durch ihre scharfe Kritik an der islamischen Kultur. Sie selbst wurde streng muslimisch erzogen – und bezeichnet sich heute als Atheistin…“(4)

 

Was soll, darf oder kann der Leser von der Einschätzung der Süddeutsche.de halten: „Nichts, was Hirsi Ali tut oder sagt, ist harmlos.“

Mit der Wort-Erklärung des führenden deutschen Wörterbuchs ‚Wahrig’ ausgedrückt, könnte es eigentlich auch heißen: „Nichts, was Hirsi Ali tut oder sagt, ist arglos, unschuldig, naiv, friedlich, nichts Böses sinnend“ Oder, im übertragenem Sinn: „… ist nicht unschädlich, ist nicht ungefährlich“ und „Hirsi Ali ist kein Mensch, der niemanden etwas zuleide tut.“(5)

Mit dem ‚Duden’ erklärt, könnte der einschätzende SZ-Satz auch lauten:

Nichts, was Hirsi Ali tut oder sagt, ist ‚gefahrlos, nicht mit Gefahr verbunden, nicht schädlich/schlimm, ungefährlich, unschädlich“ oder: „Nichts was Hirsi Ali tut oder sagt, ist arglos, blauäugig, einfältig, naiv... (...) ohne böse Hintergedanken...“ (6)

 

Was, um Gottes Willen, hat nun diese Frau alles getan?

„…Hirsi Ali hat sich nicht einschüchtern lassen von den Gewaltdrohungen, sie sagt immer noch öffentlich, was sie denkt.“

Das steht so in der Süddeutsche.de – und erklärt wird:

Bekannt wurde die heute 39jährige durch ihre scharfe Kritik an der islamischen Kultur. (…) Der Ton ihrer öffentlichen Äußerungen war immer provokant.“

 

Aber nicht doch! Hirsi Ali erlebte die „islamische Kultur“ in Somalia mit Zwangsverheiratung, Unterwerfung der Frau und Gewalt durch die Männer. Diese „islamische Kultur“ brachte Hirsi Ali dazu, mit ihrer Familie zu brechen, nach Europa in die Niederlande zu flüchten und sich dort politisch und journalistisch gegen diese „islamische Kultur“ zu wenden. Der Regisseur Theo van Gogh, der zum Thema ‚unterdrückte Muslima’ den aufklärerischen Kurzfilm ‚Unterwerfung’ drehte, in dem auf einem unbekleideten Frauenkörper Abbildungen von ausgesuchten Koranversen gezeigt werden, wurde in den Niederlanden deswegen von einem hasserfüllten Islamisten auf offener Straße erstochen! Am Dolch „in seiner Brust hing eine Morddrohung für Ayaan Hirsi Ali, die das Drehbuch zu dem Film geschrieben hatte. Monatelang wurde Hirsi Ali daraufhin versteckt, um ihr Leben zu schützen…“ (7)

Anzumerken ist, dass Hirsi Ali auch anschließend viele Monate lang unter Polizeischutz lebte, die niederländische Politik schlussendlich diesen Schutz nicht mehr aufrechterhalten wollte und Hirsi Ali heute in den USA lebt.

 

Wie schätzte die Süddeutsche.de sie ein: „Nichts, was Hirsi Ali tut oder sagt, ist harmlos.“

Und über dieses „Nicht-Harmlose“ von Hirsi Ali, die nach ihrer Flucht nach den USA ihren ersten Vortrag in Europa in der Jüdischen Gemeinde Münchens hält, berichtet dann die Süddeutsche Zeitung:

Sie verlange nicht, dass muslimische Einwanderer ihre Kleidung dem westlichen Stil anpassten. Sie fordere aber von den muslimischen Communities, eigene Haltungen aufzugeben und sich den westlichen Werten zu öffnen: Demokratie, Toleranz, Gleichberechtigung der Frau. Und dass diese Werte in die Tat umgesetzt werden: Dass Mädchen nicht länger von der Schule ferngehalten und gegen ihren Willen verheiratet werden. Dass Frauen nicht mehr unterdrückt werden.“ (8)

 

Die ‚nicht-harmlose’ Hirsi Ali wird in der Süddeutsche.de weiter zitiert mit „Die islamistische Theologie ist ein Integrations-Hindernis“ und mit weiteren ‚nicht-harmlosen’ Hinweisen wie beispielsweise, „…viele Muslime würden der Demokratie feindselig gegenüberstehen. Demokratie-Befürworter, findet Hirsi Ali, kämpfen nicht leidenschaftlich genug mit den Radikalen.“ (9)

 

Die Münchner Zeitungskonkurrenz ‚Münchner Merkur’ mit der Journalistin Christine Ulrich wird für die gleiche Veranstaltung von Hirsi Ali deren Ausführungen so zusammenfassen, „dass man Muslime in Europa zwingen müsste, hiesige Werte anzuerkennen. Dass es möglich sei, Menschen zu überzeugen. Dass Bildung dabei ein Schlüssel sei.“ (10)

 

Wie wahr, dieser Satz mit der Bildung! Der auch für junge Journalistinnen gilt, die für die Süddeutsche Zeitung schreiben so wie Sarina Pfauth, die Ayaan Hirsi Ali sah, ihr zuhörte, sie fotografierte.

So flexibel man sich als Redakteurin im SZ-Ressort München auch mit Themen ‚von Sport bis Mord’ vielschreibend auch ausdrücken muss – für die korrekte Einordnung von Hirsi Ali wäre die richtige „Bildung dabei ein Schlüssel“ gewesen! (11)

Quasi mit der Basisbildung, den Grundfragen journalistischer Ausbildung, den „5 Ws“: Was, wer, wie, wo, warum…

Was      hat Hirsi Ali veranlasst, ihre Familie, ihre Heimat zu verlassen?

Wer       hat ihre Flucht nach Europa, von Europa nach den USA veranlasst?

Wie        fühlte sie sich, als Theo van Gogh erstochen, sie von Islamisten gejagt wurde?

Wo         fühlte sie sich frei von Verfolgung, von Hass, von dumpfem Denkzwang?

Warum  ist Hirsi Ali keine ‚Täterin’, sondern eine Verfolgte, ein ‚Opfer’?

Wieso    fragt man bei uns nicht laut nach den Verursachern, nach der letzten Ursache?

 

Warum sagt Hirsi Ali, die in unserem westlichen Kulturkreis Demokratie und Toleranz kennen gelernt hat:

Ich selbst habe dadurch angefangen, die Freiheit zu schätzen. Ich habe angefangen, daran zu glauben!“ (12)

 

Was stand in der Süddeutsche.de: „Nichts, was Hirsi Ali tut oder sagt, ist harmlos.“

Was stand im ‚Münchner Merkur’: „Man möchte mehr von ihr hören!“

 

Die ‚Bürger für Sendling’ möchten diesen Wunsch als Bildungsauftrag für alle jungen Journalisten und Journalistinnen erweitert sehen – schließlich sollten gebildete Journalisten in unserem Staat als „Vierte Gewalt“ mit ‚der richtigen Moral’ (als Lektüre empfehlen wir Kant) intelligent, wach und unkorrumpierbar unsere Zeitläufte verfolgen.

Und weil wir ‚Bürger für Sendling’ für München eine abendländisch-freie Zukunft wollen, wünschen wir uns einen solchen journalistischen Nachwuchs auch für die Verlagsgruppe der Süddeutschen Zeitung! (dg)


 

Informationen:

01  Sueddeutsche.de vom 24.3.2009, Ressort München,

02  ebenda

03  ebenda

04  ebenda

05  Wahrig. Dt. Wörterbuch, 7.Auflg., S. 602

06  Duden, das Synonymwörterbuch, 2004, Bd.8, S.466

07  Alle Zitate: Sueddeutsche.de, s.o.

08  ebenda

09  ebenda

10  Münchner Merkur: ‚Scharfe Thesen. Ayaan Hirsi Ali spricht über Islam und Integration, Sunnyi Melles liest

11  Sueddeutsche.de, s.o.; Sarina Pfauth (28), SZ-München-Redakteurin (Kommunikationswissenschaft, Politik und Interkulturelle Kommunikation LMU München u. Helsinki), Praktika bei jetzt.de, SWR, BR, ZDF; danach Volontariat bei sueddeutsche.de.

 

 

Bürgervereinigung „Bürger für Sendling“ (BfS)
Sprecherin: Helga Schandl (V.i.S.d.P), Königsdorfer Str. 13, 81371 München

 


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Sendlinger Pressekritik, den 16.03.2009
Süddeutsche Zeitung (SZ): „Eine Moschee nimmt die Furcht vor radikalen Muslimen“
(Artikel v. 13.03.2009 von Sabine Buchwald)

 

Süddeutsche Zeitung: hat Tumbheit einen Namen?

 

Die Verantwortung der Presse hat die SZ am Freitag, den 13., exzellent zelebriert: mit einem merkwürdigen „Verpackungs-Verständnis“ bei Moscheen, sehr einprägsam auch für unwissende, furchtsame, uninformierte oder auch tumbe Leser!

 

Während auf Seite 38 (halbseitig) der türkische Religionsattache Mustafa Temel über ein mögliches Ende der Ditim-Zentralmoschee-Baupläne in Sendling sinniert und der SZ-Journalist Jan Bielicki daneben in einer Druckspalte berichtet, dass OB Ude deswegen den neugewählten Ditim-Vorstand Recep Dereli dringend sprechen möchte, offeriert die Süddeutsche Zeitung auf Seite 35 quer über 5 Spalten: „Eine Moschee nimmt die Furcht vor radikalen Muslimen“. (1,2)

 

Diese Behauptung stammt aus dem darunter abgedruckten SZ-Interview von Sabine Buchwald mit Alen Jasarevic, einem in Bosnien geborenen Architekten, der die Moschee in der oberbayerischen Kleinstadt Penzberg gebaut hat. Wobei diese Moschee seit einigen Jahren von Gutmenschen als ‚religionskompatible Mustermoschee’ vorgeführt wird – ein Problem, seit der zuständige Penzberger Imam Begehrlichkeiten in die Münchner Innenstadt entwickelt hat, wo er mit Hilfe eines arabischen Finanziers sich ein großes islamisches Imam-Ausbildungszentrum einbildete.

 

Unter der SZ-Schlagzeile ‚Eine Moschee nimmt die Furcht vor radikalen Muslimen’ steht neben einer Abbildung der Penzberger Moschee die SZ-Aufklärung: „Die Bürger der Stadt Penzberg wurden jahrelang behutsam auf den Bau einer Moschee vorbereitet….“ Und dann wird behauptet: “Die Koexistenz funktioniert seither problemlos…“

 

Im Interview mit dem Architekten dieser Moschee fragt Sabine Buchwald (SZ): „Aber viele Menschen in Deutschland sträuben sich gegen eine Moschee in ihrer Nähe.“

Antwort des muslimische Architekten Jasarevic, der in Augsburg aufgewachsen ist: „Eine Moschee ist zunächst etwas Fremdes und Unbekanntes. Das macht Angst. In Penzberg haben wir sehr frühzeitig alle relevanten Gruppen wie die Kirchen, die Parteien, den Bauernverband, den Bürgermeister und die Presse vorbereitet. Vier Jahre hat das gedauert. So ein Gebäude hat sich am Anfang niemand vorstellen können.“

Sabine Buchwald, SZ: “Im Münchner Stadtteil Sendling, wo künftig eine Moschee stehen soll, ist die Skepsis immer noch sehr groß.“

Jasarevic: „Vielleicht sind die Bürger einfach nicht gut informiert worden. Denn wenn das Unbekannte schwindet, dann kommt die Neugier. Man muss den Mut haben, etwas Neues zu schaffen. Dieser Mut wird belohnt.“

 

Sabine Buchwald hätte nur im eigenen SZ-Archiv nachschauen müssen, dann wüsste sie: ihre Aussage „Skepsis“ ist eigentlich eine Falschinformation!

Der Ausdruck „Widerstand“ wäre richtig! Sabine Buchwald bräuchte dazu nur die städtischen Protokolle der Sendlinger Bürgerversammlungen lesen! Oder wenige der über 2000 Zeitungsartikel über den türkisch-islamischen Ditim-Zentralmoschee-Streit mit den Sendlinger Bürgern seit 2005…

Dann hätte sie Herrn Jasarevic erzählen können, dass die türkisch-islamische Ditim-Moschee in ein ehrwürdiges denkmalgeschütztes Gebäude-Ensemble von den Ditim-Türken und der SPD-GRÜNEN-Stadtratsfraktion hineingeklagt werden sollte, was allerdings vor Gericht erfolglos blieb. (3)

Und jetzt jedoch per dekretgleicher Bebauungsplan-Änderungen den Münchner und Sendlinger Bürgern durch OB Ude (SPD) und die Rot-Rosa-Grüne Stadtpartei-Funktionäre hingetrotzt werden soll!

 

Und dass die Sendlinger – historisch und auch heute – vor Gegnern, mögen sie heißen wie sie wollen, keine Angst haben, sondern nur einen seit Jahren anwachsenden Zorn! (4)

Dann hätte er ihre nächste Frage sicherlich anders beantwortet!

Sabine Buchwald, SZ: „Wie reagieren Sie auf das Argument, so ein Bau passe nicht in die Umgebung?“

Jasarevic: „Es kommt immer auf die Architektur an. Es ist ja die Kunst des Architekten, seinen Entwurf in den Kontext einzufügen…(…) In Penzberg gibt es zum Beispiel nur ein Minarett, keine Kuppel.“

 

Weiß er, dass die Münchner Ditim-Zentralmoschee-Planer gegenüber einer denkmalgeschützten neubarocken katholischen Kirche, einem denkmalgeschützen öffentlichen Schulbau, denkmalgeschützten alten Bürgerhäusern geplant hatten: zwei Minarette, Kuppelbau, nachts beleuchtet, osmanische Anlehnungsarchitektur mit Mini-Medina?

Ein solches Vorhaben, von OB Ude (SPD) vor den rot-rosa-grünen Stadtratsfraktionen massiv unterstützt, ist nach Auffassung vieler Bürger eine Geschmacklosigkeit, eine Frechheit, eine architektonische Sünde, ein Gesetzesbruch gegenüber sogar der Bayerischen Verfassung – und ein Affront, eine schlimme Respektlosigkeit von Zuwanderern gegenüber der einheimischen Bevölkerung!

Das Ansinnen einer türkisch-islamische Zentralmoschee als politisch-religiöse Machtprobe: Unfrieden in der Bevölkerung seit vier Jahren!

Und falls sie gebaut werden würde: eine immerwährende steingewordene Provokation!

Es sei denn, die dortige Münchner Bevölkerung hätte ein von Sabine Buchwald – von manchen als SZ-Kultur-Redakteurin bezeichnet – offeriertes Kulturbewusstsein, das sich verräterisch zeigt mit ihrer nächsten Frage: „Nicht alle Moscheen müssen also wie die wunderschöne, aber sehr orientalische Hagia Sofia in Istanbul sein?“

Aber Hallo-Pisa, Frau Buchwald!“

Jasarevic sagt da höflich-diplomatisch: „Die Religionen entwickeln sich weiter, deshalb braucht man auch neue Formen der Gestaltung…“

Ein sehr höflicher Mitmensch, der Herr Jasarevic! Pisa-Geschädigten würde man nachsehen, wenn sie nicht wissen, dass die „wunderschöne (…) Hagia Sofia“ (Originalfrage Sabine Buchwald) die schönste, größte Kirche der Christenheit war, die bei der Eroberung von Konstantinopel 1453 durch die osmanischen Türken entweiht und geplündert wurde… (5)

 

Sabine Buchwald fragt – listig? Naiv? Tumb? „Beeinflusst die Erscheinung eines Gebäudes das Verhalten der Menschen?“

Jasarevic antwortet – listig? Überlegt? Überlegen? „Ich bin überzeugt, dass ein Bau eine Gemeinde verändert. Eine Moschee in moderner Form nimmt womöglich auch die Furcht vor radikalen Muslimen…“

 

Die SZ-Redaktion hat die Schlagzeile gebracht:

Eine Moschee nimmt die Furcht vor radikalen Muslimen“

Die SZ-Redaktion sagt nicht:

Radikale Muslime wird es mit einem Moschee-Bau nicht mehr geben“.

Die SZ-Redaktion titelt die Behauptung: „…nimmt die Furcht“.

 

Die SZ-Redaktion musste aber nur zwei Tage vorher, am 11.03.2009, berichten: die größte türkisch-islamische Moschee in München-Freimann wurde von der Polizei durchsucht! Dringender Tatverdacht: Bildung einer kriminellen Vereinigung, Erschleichung von Fördergeldern, Geldwäsche, dubiose Spendensammlungen, Immobilien-Erwerb mit betrügerischen Finanzkonstruktionen, Urkundenfälschung, Bankrott, Untreue, Verstoß gegen das Kreditwesengesetz …

Mit dem Geld, so die Polizei, verfolgte die Gruppe – dabei auch ein deutscher Konvertit - ‚islamistische Ziele’. Hauptbeschuldigter: Ibrahim el Zayat von der Islamischen Gemeinde, die zum Dachverband ‚Zentralrat der Muslime’ gehört, dem deutschen Zweig der Muslimbruderschaft. Diese will in den jeweiligen Ländern einen islamischen Gottesstaat auf Grundlage der Scharia errichten!

Nach zwei Jahren polizeilicher Ermittlungen unter der Federführung des Münchner Polizeipräsidiums durchsuchte die Polizei früh ab 6:00 Uhr „unter dem Schutz von Spezialkommandos“ verschiedene Objekte, darunter die Münchner Moschee… (6)

 

Jasarevic, Moscheebauer Penzberg:

„… Für mich sind Moscheen Orte der Kommunikation…“

Tayyip Erdogan, türkischer Ministerpräsident:

Die Minarette sind unsere Lanzen, die Kuppeln unsere Helme, die Gläubigen unsere Armee…“

Süddeutsche Zeitung, Redaktions-Schlagzeile:

„Eine Moschee nimmt die Furcht vor radikalen Muslimen“.

 

Die ‚Bürger für Sendling’: Heißt das nicht schlicht verklausuliert, dass es bei uns weiterhin radikale Muslime gibt? Auch in den ‚’Orten muslimischer Kommunikation’, wo Gläubige 'Armee-Angehörige' sind, deren Auftrag wir nur ahnen können?    (dg)


 

 

Informationen:  

(1) Süddeutsche Zeitung vom 13.3.2009, S. 38, München-Teil

(2) Süddeutsche Zeitung vom 13.3.2009, S. 35, Bayern-Teil

(3) Bayerisches Verwaltungsgericht München vom 12.02.2007 (06-03625).

(4) Zorn: „Heftiger Unwille, aufwallender Ärger“; (ahd. Zorn, eigentlich „Gemütsverfassung, in der man etwas herunterreißt“; zu idg. *der-,dr-, „schinden, Rinde abreißen“, verwandt mit zerren, trennen; (aus: Wahrig, dt. Wörterbuch)

(5) „Die Hagia Sophia (aus dem griechischen Ἅγια Σοφία „Heilige Weisheit“, türkisch Aya Sofya oder Ayasofya) oder Sophienkirche ist eine ehemalige byzantinische Kirche, spätere Moschee und heute ein Museum (Ayasofya Camii Müzesi, „Hagia-Sophia-Moschee-Museum“) in Istanbul. Als Kuppelbasilika errichtet, setzte sie im 6. Jahrhundert n. Chr. neue architektonische Akzente. Die Hagia Sophia war die Hauptkirche des Byzantinischen Reiches und religiöser Mittelpunkt der Orthodoxie. Als Krönungskirche der byzantinischen Kaiser (seit 641) und Ort wichtiger historischer Geschehnisse ist die Hagia Sophia in besonderer Weise mit der byzantinischen Geschichte verbunden. Ihr Bau und ihre Symbolkraft war von außerordentlich hoher Bedeutung für die orthodoxe Christenheit und das Reich. Daher gilt sie vielen Orthodoxen noch heute als großes Heiligtum. Mit der Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen wurden christliche Insignien, Inneneinrichtung, Dekorationen und Glocken der Hagia Sophia zerstört, überputzt, entfernt oder geraubt. Als Hauptmoschee der Osmanen adaptiert, stellten sich die Sultane des 16. und 17. Jahrhunderts mit herausragenden architektonischen Rezeptionen der Hagia Sophia in die byzantinische Tradition.“

Der Fall Konstantinopels:

Der Sultan zieht mit seiner Gefolgschaft in die Stadt ein.(Künstlerische Darstellung des osmanischen Hofmalers Fausto Zonaro aus dem 20. Jahrhundert)

 

Am 29. Mai um 1:30 Uhr morgens begann auf der vollständigen Länge der Landmauer der letzte Sturmangriff auf Konstantinopel. Die erste Welle bildeten irreguläre Teile der osmanischen Armee. Nach etwa zweistündigem Kampf wurden diese zurückgezogen und eine zweite Welle von regulären Truppen trug den Angriff fort. Um etwa 5:30 Uhr wurden auch diese zurückgenommen und die Janitscharen übernahmen die dritte Angriffswelle. Gleichzeitig erfolgte ein Angriff der Flotte auf die Mauern am Goldenen Horn und am Marmarameer. Bei Sonnenaufgang brach die Verteidigung, vermutlich auf der Höhe des St. Romanus-Tores, endgültig zusammen. In kurzer Zeit gelang es den Janitscharen, ihre Stellung hier zu festigen und entlang der Verteidigungsanlagen vorzurücken, um weitere Tore zu öffnen. Über die genauen Gründe für den Durchbruch der Janitscharen existieren verschiedene Versionen. In der christlichen Geschichtsschreibung gelang den Janitscharen der Zugang zur Stadt über eine kleine, unverschlossen gelassene Ausfallpforte, der sogenannten Kerkoporta, in der Nähe des St. Romanus-Tores. Die osmanische Chronisten heben als Gründe für den Sieg der Janitscharen vor allem deren Disziplin und Kampfkraft hervor. (…). Bis zur Mittagszeit gelang es den osmanischen Truppen, praktisch das komplette Stadtgebiet unter ihre Kontrolle zu bringen.

Die Stadt wurde drei Tage lang von den siegreichen osmanischen Truppen geplündert. Davon ausgenommen waren nur einige Viertel wie z.B. Petrion und Studion, in denen die Bewohner die Mauern ihrer Siedlung rechtzeitig öffneten und sich den osmanischen Truppen ergaben.[1] Durch den Angriff fast aller Matrosen auf die Seemauern war die osmanische Flotte handlungsunfähig, was etwa 15–20 mit Flüchtlingen beladenen christlichen Schiffen die Ausfahrt aus dem Goldenen Horn und den Rückzug Richtung Ägäis ermöglichte. Kaiser Konstantin XI. fiel im Kampf an der Theodosischen Mauer. In den folgenden Tagen ließ Mehmed II. alle byzantinischen Adeligen vorführen und samt ihren Familien köpfen.“

(Alle Information aus Wikipedia)

(6) Süddeutsche Zeitung vom 11.03.2009, „Bundesweite Razzia bei Islamisten. Gruppe soll Fördergelder erschlichen und Spenden für ‚Gotteskrieger’ gesammelt haben.“ Weitere Artikel darüber im Münchner Merkur, Abendzeitung, Tageszeitung u.a.

 

 

Bürgervereinigung „Bürger für Sendling“ (BfS)
Sprecherin: Helga Schandl (V.i.S.d.P), Königsdorfer Str. 13, 81371 München

 


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Sendlinger Pressekritik, den 23.10.2008
Süddeutsche Zeitung (SZ): „Moscheen in Deutschland - derzeit in Bau“ (Artikel v. 16.10.2008, hier: Texteinfügungen in der SZ-Grafik von Daniel Braun)

 

Subtile SZ-Leistung: 5 Kurzzeilen, 6 Unwahrheiten?

 

Herausgehobene journalistische Kurztexte sollen Leser pointiert informieren oder auch zum Lesen zugeordneter Artikel animieren - können aber auch fehlerhafte, unwahre Informationen bringen oder assoziieren: die ‚Süddeutsche Zeitung’ - ein Lehrstück?

 

Süddeutsche Zeitung Nr. 241, Donnerstag, 16.Oktober 2008: der Schwerpunkt von Seite 6, der Seite ‚Politik’, befasst sich mit dem Thema ‚Verbreitung von Moscheen in Deutschland’. Über den Artikeln ‚Minarett im DDR-Refugium’ von Constanze von Bullion und ‚Das Wunder von Marxloh’ von Matthias Drobinski ist ein Bild 24x14 cm platziert, wo auf der rechten Bildhälfte zwei Männer, offenbar hoch oben im Innenraum einer Moschee, arabische Schriftzeichen ausmalen. Auf der linken Bildhälfte - im zarten Prophetengrün - die Karte Deutschlands. Zu den Stadtnamen Rendsburg, Duisburg, Oer-Erkenschwick, Köln, Frankfurt, Neckarsulm, München, Berlin-Charlottenburg jeweils erklärende Kurztexte: der ausführlichste Kurztext dann neben einem kleinen Bild der neuen Moschee in Berlin-Pankow.

 

Die Titelzeile dazu lautet ‚Moscheen in Deutschland’, typografisch kleiner daneben: ‚derzeit in Bau’. Die Unterzeile lautet: „Von den etwa 2600 islamischen Gebetshäusern in Deutschland sind 206 repräsentative Moscheen mit Minaretten. 120 Neubauten sind derzeit in Planung.“ Als Quelle dieser Zahlen wird unten angegeben: „Milli Görüs, VIKZ, Ditib, Ahmadiyya, Islamarchiv“.
Wobei deren Zahlen übrigens von deutschen Islamkritikern als zu niedrig eingeschätzt werden!

 

Der SZ-Bild-Kurztext für die Stadt München - unter o.a. Titel - lautet: „Zahlreiche Bürgerbewegungen versuchten, den Bau im Stadtteil Sendling zu verhindern, auch das Verwaltungsgericht wurde eingeschaltet. Immer noch wird um jeden Meter Kuppelhöhe gefeilscht.“

 

SZ-subtil: 5 Kurzzeilen - und 6 Unwahrheiten? Liest man diese SZ-Zeilen kritisch, erschließen sich sogenannte „SZ-Wahrheiten“ und „Bürger-Realitäten“! Ein Vergleich der beiden ergibt das ‚Lehrstück Süddeutsche Zeitung’.

 

1.
SZ-Wahrheit:Zahlreiche Bürgerbewegungen versuchten...“
Bürger-Wahrheit: Klärt man den Ausdruck „Bürgerbewegungen“ dahingehend, dass man darunter „Bürgerinitiativen“ versteht, dann gibt es aktuell in München gerade zwei „Bürgerbewegungen“, die sich gegen die DITIB-DITIM-Zentralmoschee-Baupläne in Sendling stellen:
a) die Sendlinger Bürgerinitiative „Bürger für Sendling“ - aktiv seit 2005 bis heute,
b) die Initiative ‚Pro München’, aktiv seit 2007
Schließt man in die Bezeichnung „Bürgerbewegungen“ die gewählten Parteien noch ein, dann wird die Münchner Zentralmoschee am denkmalgeschützten Gotzinger Platz abgelehnt von zwei Stadtratsparteien: der ‚Bürgerinitiative Ausländerstopp BIA’ (1 Stadtrat) und der CSU München (in der Opposition).
Summa: Die SZ-Beschreibung ist falsch, denn die Behauptung „zahlreiche Bürgerbewegungen“ für zwei Bürgerinitiativen ist eine falsche Darstellung; selbst bei Zurechnung von einem einzigen „rechten“ Stadtrat und der Stadt-CSU ist die Beschreibung von „zahlreichen Bürgerbewegungen“ nicht richtig!

 

2.
SZ-Wahrheit: „Zahlreiche Bürgerbewegungen versuchten, den Bau zu verhindern...“
Bürger-Wahrheit: Seit 2005 wächst der Widerstand von Sendlinger Bürgern gegen die Zumutung der Münchner SPD (OB Ude), der GRÜNEN und der Rosa Liste, zusammen mit DITIB / DITIM eine türkisch-islamische Zentralmoschee (ein osmanisch anmutender Kaufhaus-Bau mit 2 Minaretten, Kuppel, Mini-Medina, Koranschule) am denkmalgeschützten Gotzinger Platz in Sendling zu bauen!
Summa: Die SZ-Beschreibung ist falsch, denn aktuell wird aktiv und bislang so erfolgreich Widerstand gegen diese Bauplanung geleistet (was dann ja nicht als „Versuch“ beschrieben werden kann), so dass die DITIB/DITIM-unterstützungsaktive Stadt München trotz aller ihrer Anstrengungen noch keine gerichtssichere Baugenehmigung vergeben konnte!

 

3.
SZ-Wahrheit: versuchten, den Bau zu verhindern, ...“
Bürger-Wahrheit: Aktuell gibt es überhaupt noch keinen Bau, sondern nur einen von DITIB seit Jahren nicht bezahlten Baugrund! Die Stadt München stundet DITIB/DITIM den Kaufpreis von mehreren Millionen Euro - und muss gerade als Bürge für DITIM dem Finanzamt München rund 87.000 Euro Steuergelder vorstrecken...
Summa: Die SZ-Beschreibung „versuchten“ mit der Assoziation „in der Vergangenheit vergeblich bemüht“ ist unwahr - denn bisher wurde die Bau-Realisierung verhindert!
Die SZ-Beschreibung dürfte dagegen bei Ortsfremden den Eindruck erwecken, dass bereits ein Moscheebau, bzw. eine konkrete Baurealisationsphase existiere!

 

4.
SZ-Wahrheit: Zahlreiche Bürgerbewegungen versuchten, den Bau im Stadtteil Sendling zu verhindern, auch das Verwaltungsgericht wurde eingeschaltet.“
Bürger-Wahrheit: Das Bayerische Verwaltungsgericht München wurde auf Veranlassung der Regierung von Oberbayern, München, aktiv, nachdem die LH München - vor allem OB Ude (SPD), die GRÜNEN, die Rosa Liste - es negierte und ablehnte, Bürgerrechte von Betroffenen in einem gesetzlich vorgeschriebenen Bebauungsplanverfahren umzusetzen; das Gericht verwarf die Pläne der Zentralmoschee am Gotzinger Platz.
Summa: Die SZ-Aussage ist falsch, wenn die Beschreibung die Assoziation hervorruft, dass die Bürgerbewegungen das Verwaltungsgericht angerufen hätten - die Regierung von Oberbayern ist keine Bürgerbewegung und auch nicht der direkte Nachbar!

 

5.
SZ-Wahrheit: „Immer noch wird um jeden Meter Kuppelhöhe gefeilscht.
Bürger-Wahrheit:
Diese Satz suggeriert, dass der Moscheebau im Grundsätzlichen bereits besteht - oder aber mit seinen Plänen bereits so weit gediehen ist, dass a) „immer noch“, b) „um jeden Meter Kuppelhöhe“ c) „gefeilscht wird“. Dazu zur Aufklärung:
1. nach einem ‚Vorlauf’ ist das „echte“ Bebauungsplanverfahren in seinen bestimmenden Teilen der Bevölkerung überhaupt noch nicht vorgelegt worden;
2. selbst mit dem Abschluss des städtischen Verfahrens ist noch nicht bestimmt, ob und wie dann der Bau „mit dieser und jener Kuppelhöhe“ realisiert werden kann, da das Denkmalschutzgesetz in diesem Verfahren noch eine gewichtige Rolle spielen dürfte;
3. alle drei SZ-Aussagen der drei einzelnen Satzteile in diesem Satz sind somit letztlich falsch!
Summa: Die SZ-Behauptung ist falsch, da sie von unbefangenen SZ-Lesern im Kontext des vorhergehenden Satzes suggeriert, dass hier „Bürgerbewegungen“ offensichtlich bereits im Nachgang zu einer konkreten, festgelegten Planung oder gar bei einem in Realisierung befindlichen Bau als ‚schlechte Verlierer’ um „jeden Meter Kuppelhöhe feilschen“.

 

6.
SZ-Wahrheit: Immer noch wird um jeden Meter Kuppelhöhe gefeilscht.“
Bürger-Wahrheit:
Es wird überhaupt nicht gefeilscht! Die ‚Bürger für Sendling’ sind eindeutig und fest in ihrer Ablehnung: keine türkisch-islamische Zentralmoschee am denkmalgeschützten Gotzinger Platz in Sendling! Weder sie noch die andere ablehnende Bürgerinitiative können auch wegen fehlenden aktualisierten Planungsunterlagen - die erst noch ausgelegt und dann bearbeitet werden müssen - "um jeden Meter Kuppelhöhe" diskutieren oder feilschen!
Summa: Die SZ-Behauptung ist falsch.

Wie lautete die „Wahrheit“ der Süddeutschen Zeitung?
Zahlreiche Bürgerbewegungen versuchten, den Bau im Stadtteil Sendling zu verhindern, auch das Verwaltungsgericht wurde eingeschaltet. Immer noch wird um jeden Meter Kuppelhöhe gefeilscht.“

Wie lautet dazu der Kommentar der ‚Bürger für Sendling’?
Vor allem aber gehört die Wahrheit ans Licht, auch - und gerade - im Interesse jener (BfS.: ...Journalisten) denen nichts vorzuwerfen ist. Sonst trifft der schlechte Ruf die ganze Truppe!“
(Joachim Käppner, SZ-Journalist in seinem Kommentar in „Freispruch in eigener Sache“, SZ vom 17.10.2008)

 

Informationen:

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Vom Ausländer zum Bürger: Der Streit um die politische Integration ... - Google Buchsuche-Ergebnisseite

von Gianni D'Amato - 2001 - Immigrants - 283 Seiten
Engagierte Migranten als Teil der Bürgerbewegung. ... Volk« werden als Ausdruck der Bürgerbewegung bezeichnet, obschon eine klare Definition dieses Begriffs ... books.google.de/books?isbn=3825854132...

 

 

Bürgervereinigung „Bürger für Sendling“ (BfS)
Sprecherin: Helga Schandl (V.i.S.d.P), Königsdorfer Str. 13, 81371 München

 


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Sendlinger Pressekritik, den 04.10.2008
Süddeutsche Zeitung (SZ): „Schweigen in der Stadt der Parität. Muslime in Bayern - wie sie integriert sind, wo sie beten“ (Artikel v. 13./14.09.2008 von Mike Szymanski)

 

Süddeutsche Zeitung: subtil daneben geschrieben?

 

Dass Artikel oft nur die „Wahrheiten“ des schreibenden Journalisten wiedergeben, ist bekannt: auch dringend verdächtig die SZ. „Formulierungskunst“ allerdings kann Teilwahrheiten so darstellen, dass sie für Uninformierte als echte „Falschinformationen“ gelesen werden können!

 

Der Artikel des SZ-Journalisten Mike Szymanski belegt diese Theorie mit Beispielen, mit Bildern, über fünf Textspalten und einer dreiviertel SZ-Seite. Mike Szymanski schreibt „Über die Schwierigkeiten der Ahmadiyya-Gemeinde, in einem Augsburger Arbeiterviertel eine Moschee mit Minarett zu bauen“ (Untertitel SZ). Unter anderem schildert er dabei kurz die Bemühungen des Deutschtürken, Grünen, MdE Cem Özdemir, für diesen Moschee-Bau zu werben: „Die Gläubigen kommen aus den Hinterhöfen raus und schlagen Wurzeln“. Und nach dem Hinweis „Das seien doch mal gute Nachrichten“ fährt der SZ-Journalist Mike Szymanski dann folgendermaßen fort:
„Draußen aber, außerhalb des Restaurants, sind andere Stimmen zu vernehmen. Dort wird wie vielerorts in Deutschland heftig gestritten, wenn Muslime ein Gebetshaus errichten wollen. Im Münchner Stadtteil Sendling etwa reden sich die Bürger seit Monaten in Rage, wenn das Thema auf die Tagesordnung kommt. Und wenn man Özdemir, der als Europaabgeordneter viel herumkommt, danach fragt, warum die Ablehnung anfangs oft groß ist, dann sagt er, es ginge auch um Symbole. Moscheen und vor allem deren hoch aufragende Minarette würden oftmals als Bedrohung empfunden. Bei einer früheren Diskussion in Augsburg meinte eine Zuhörerin allen Ernstes „Ich habe Angst, dass wir eines Tages das christliche Abendland verlassen müssen.“ (...)“

 

Um es deutlich zu sagen: allein diese kleine Passage des Textes von Mike Szymanski ist ein „Meisterstück reinster SZ-Wahrheit“! Und zudem ein SZ-Lehrstück für den „Unbekannten Zeitungsleser“, wie in folgenden Passagen darstellbar ist:

 

1.
„SZ-Wahrheit“: „...Muslime ein Gebetshaus errichten wollen...“
Bürger-Wahrheit:
In Sendling soll eine Zentralmoschee mit zwei Minaretten, Kuppelbau und türkischem Zentrum entstehen - mitten in ein denkmalgeschütztes Ensemble mit der katholischer Kirche St. Korbinian, dreier öffentlichen Schulen, denkmalgeschützter Bürgerhäuser. Die Stadt München will deshalb daneben ein mehrstöckiges Parkhaus bauen - auf Steuerzahlers Kosten!

 

2.
„SZ-Wahrheit“:
„Im Münchner Stadtteil Sendling etwa reden sich die Bürger seit Monaten in Rage, wenn das Thema auf die Tagesordnung kommt...“
Bürger-Wahrheit
: Seit dem Jahre 2005 wird immer stärker in der Stadt München gestritten, vor dem obersten bayerischen Verwaltungsgericht wurde OB Ude (SPD) und Rotgrün verurteilt, endlich ein Bebauungsplanverfahren durchzuführen! Seit 3 Jahren gibt es beim Thema Zentralmoschee in München eine ureigene „Süddeutsche Zeitungs-Wahrheit“ - neben weltweit über 1.800 Zeitungsartikeln (darunter die New York Times oder auch die South China Morning Post), deren Journalisten merkwürdigerweise oft ganz andere Wahrnehmungen als die der ‚Süddeutsche Zeitung’ haben!

 

3.
„SZ-Wahrheit“: „...danach fragt, warum die Ablehnung anfangs oft groß ist, dann sagt er, es ginge auch um Symbole.“
Bürger-Wahrheit:
Die Ablehnung war nicht nur „anfangs oft groß“, sondern hat sich im Laufe der Jahre gesteigert! Die Sendlinger haben immer mehr Mitbürger darüber aufklären können, was OB Ude (SPD, Ehrenbürger im türkisch-anatolischen Pülümür mit einem dortigen „Christian-Ude-Kulturzentrum“) mit der SPD und Grünen dem türkisch-islamischen Religionsverein DITIB / DITIM für städtische Sonderleistungen zugesteht! Beispielsweise ein städtisches Grundstück in Bestlage! Nach drei Jahren ist es vom Verein DITIM noch nicht bezahlt! Heuer konnte der finanzschwache Verein die Forderungen des Finanzamts München nach den Grundstücks-Steuerschulden nicht begleichen. Die Summe von 87.000 Euro musste deshalb von Münchner Steuerzahlern (d.h. die Stadt München!) für den Bauantragsteller, dem türkischen Religionsverein DITIM (in der Zeit der Bauantragsstellung nur 43 Vereinsmitglieder) aufgebracht werden!

 

4.
„SZ-Wahrheit“: Bei einer früheren Diskussion in Augsburg meinte eine Zuhörerin allen Ernstes: „Ich habe Angst, dass wir eines Tages das christliche Abendland verlassen müssen.“ (...)“
Bürger-Wahrheit:
Abgesehen davon, dass SZ-Journalisten Mike Szymanski hier willkürlich eine unsinnige Meinung beschreibt, wird hier von ihm allen Ernstes eine namenlose Frau auf einer namenlosen, zeitlosen, unbelegten und zudem irgendeiner anderen Veranstaltung zitiert(!), so dass der geneigte Leser sich passend „ein Bild“ machen kann, wie sich ängstliche deutsche? neurotische? Frauen ausdrücken!
Doch das klingt und passt aber an dieser Stelle verdammt gut, nicht wahr?
Kurzum: ist das nicht eine journalistisch grandiose Topp-SZ-Qualitätsleistung?
Zu blöd, dass vor einem Jahr beim Streit gegen Moscheepläne in Frankfurt/Hausen die grüne Frankfurter Stadtabgeordnete Nargess Eskandari-Grünberg, eine Psychologin und Psychotherapeutin, den protestierenden deutschen Anwohnern von Hausen, die keine dritte (!) Moschee in ihrem Stadtviertel sehen wollten, den Rat gab, dass sie dann eben aus ihrem Viertel wegziehen sollten!*)

 

Dem SZ-Journalisten Mike Szymanski und dem SZ-Chefredakteur Kilz ist nun die unchristliche Frage zu stellen: „Was ist Wahrheit?“ Oder für die SZ pragmatisch: „Was ist die Wahrheit wert?“

 

(dg)

*) Information: (aus P.I.) Titel „Grüne: Wenn Ihnen die Moschee nicht passt, müssen Sie wegziehen!“ Fakten & Fiktionen,  6. November 2007, von Kewil:

       Jetzt ist es raus! Bei einer Veranstaltung zum Moscheebau in Frankfurt-Hausen sagte die Integrationspolitische Sprecherin der Grünen, Nargess Eskandari-Grünberg (Foto) zu den einheimischen Bürgern: (...) "Frankfurt hat einen Migranten-Anteil von 40 Prozent. Wenn Ihnen das nicht passt, müssen Sie woanders hingehen!“ ...Das genau ist grüne Multikulti-Demokratie. Angenommen die Zahlen stimmen, müssen also 60% wegziehen, damit 40% eine Moschee kriegen! Bei der Versammlung kam es darauf zu Tumulten, das Licht wurde abgeschaltet, und viele Bürger verließen den Saal.

In der FAZ liest sich das so: „Die Diskussion über den Bau einer weiteren Moschee im Frankfurter Stadtteil Hausen und die Integrationspolitik in der Stadt hat gestern an Schärfe gewonnen. An der Sitzung des Bildungs- und Integrationsausschusses der Stadtverordnetenversammlung hatten zwei Dutzend Bürger aus Hausen teilgenommen und der Kommunalpolitik Versagen vorgehalten. Lautstark verließen etliche der Bürger die Sitzung, nachdem die Stadtverordnete Nargess Eskandari-Grünberg (Die Grünen) gesagt hatte, in Frankfurt lebten nun einmal 40 Prozent Menschen aus Zuwandererfamilien, und wem das nicht gefalle, der müsse woanders wohnen. Daraufhin unterbrach die Ausschussvorsitzende Bernadette Weyland (CDU) die Sitzung für einige Minuten...“ (...) ... Zuvor hatte Wolfgang Hübner (BFF) - er steht an der Seite der Bürgerinitiative - gefordert, die Moschee an einem anderen Standort zu bauen. "Sie in Hausen zu errichten ist integrationsfeindlich." Wie Weißbarth erinnerte er an die Demonstration des Römerbergbündnisses. Dort für Religionsfreiheit und Demokratie zu demonstrieren sei eine Beleidigung der Hausener Bevölkerung gewesen, denn dagegen seien die Menschen nicht, nur dagegen, dass ihr Stadtteil mit einer weiteren Moschee "aus den Fugen gerät"...

Erwähnenswert (...), dass Hiltrud Schröter an der Versammlung teilgenommen hat, deren Buch (Das Gesetz Allahs) erst kürzlich hier mehrmals besprochen wurde! Die Frankfurter Neue Presse dazu: „Warum unterstützen die Parteien den Polit-Islam?“, fragte Hiltrud Schröter, die sich nach eigenen Angaben seit 20 Jahren mit dem Islam beschäftigt. Den politischen Islam nannte sie „die dritte totalitäre Ideologie, ein Rechtssystem, das mit unserem nicht vereinbar ist“...
 

 

Bürgervereinigung „Bürger für Sendling“ (BfS)
Sprecherin: Helga Schandl (V.i.S.d.P), Königsdorfer Str. 13, 81371 München

 


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Sendlinger Pressekritik, den 24.08.2008
Süddeutsche Zeitung, „Die Angst kehrt zurück“ (Artikel v. 05./06.07.2008)

 

Die Wahrnehmungen des Jan Bielicki

 

Psychologen wissen: je nach Einstellung von Wahrnehmenden ist ein Glas „halb voll...“ oder „halb leer“. Der Journalist Jan Bielicki von der Süddeutschen Zeitung hat sich schon einmal eindeutig als Befürworter der türkisch-islamischen Moscheebaupläne in München-Sendling offenbart...

München-Sendling. Aktuell werden die Eingaben der Bürger bei der frühzeitigen Information zum Bebauungsplanverfahren der DITIB-DITIM-Moschee am Gotzinger Platz von der LH München „in Ruhe geprüft“. Doch da heute „Unruhe erste Bürgerpflicht“ ist, werden die ‚Bürger für Sendling’ die durch das städtische Bebauungsplanverfahren nun offensichtlich gewordenen Probleme von OB Ude, der LH München und von DITIB-DITIM rechtzeitig der Öffentlichkeit darstellen.
Wegweisend für das öffentliche Meinungsbild zum geplanten Moscheebau sind Berichte in der Tagespresse Münchens. Und hier ist wesentlich, welche Redaktion, welcher Journalist dafür verantwortlich zeichnet - denn je nach Couleur des jeweiligen Journalisten gibt es teils sehr widersprüchliche Berichte und Darstellungen!
Da eine wissenschaftliche Arbeit von 1995 den Einfluss der Münchner Presse auf die erfolgreiche Wahl des OB Ude untersuchte und dabei eine auffällige Korrelation zum Engagement von SZ-Journalisten eruiert hat, bemerken die ‚Bürger für Sendling’ beispielsweise das Engagement des Journalisten Jan Bielicki mit wachem Interesse. Seine Berichterstattung (SZ vom 05./06.07.2008) zu Beginn des Bebauungsplanverfahrens der LH München ist aus Sicht der ‚Bürger für Sendling’ ein Musterbeispiel für subjektive Wahrnehmung und assoziative Darstellung.

SZ schneller als BILD

Auch wenn neben Jan Bielicki bei dem eine dreiviertel Seite umfassenden SZ-Artikel mit dem Obertitel
„Der Streit um den Neubau des Islamischen Zentrums flammt wieder auf“
noch eine zumeist für Religionsthemen zuständige SZ-Redakteurin genannt wurde: es war Jan Bielicki, der sich beim Informationsstand der ‚Bürger für Sendling’ in der Implerstraße am Freitag, den 04.07.2008 - kurz nach der Mittagszeit einfand. Helga Schandl und ihre Mitstreiter hatten dort ab 10:00 Uhr morgens unentwegt ihre Mitbürger darüber informiert, dass jedermann seit 10:00 Uhr in der Stadtteilbibliothek Obersendling und auch beim Bezirksausschuss in der Implerstraße den Moschee-Bebauungsplan einsehen könne! Helga Schandl und andere Mitglieder der Initiative verteilten neben anderem Informationsmaterial auch ein beidseits bedrucktes Flugblatt, worin die ‚Bürger für Sendling’ das aktuelle Vorgehen der Stadt beim Bebauungsplan etwas spöttisch kritisierten!
In diesem Flugblatt-Text wurde unter anderem formuliert:

„, Moscheebauer-Text’: geschönt, tendenziös, verspätet! Der Ankündigungstext der Ude-Stadtregierung liegt vor - wie von den Bürgern für Sendling erwartet - ‚geschönt und tendenziös’! Der vom höchsten Bayerischen Gericht der rotgrünen Stadtregierung aufgezwungene Bebauungsplan muss nun der Bevölkerung Münchens vorgelegt werden. Präsentiert von SPD, GRÜNE, Schwullesbische Rosa Liste als ihr ‚Paradestück für zeitgrandioses Heimat- und Demokratieverständnis’.
Die OB-Ude-Stadtregierung ‚gewährte großzügig’ zum Durchblättern desselben:
- 2 (zwei) Sendlinger Auslegeräume - für 89.685 Sendlinger,
- 1 (ein) Münchner Auslegeraum - für 1.266.007 Münchner,
- für alle PC-Besitzer: Suche unter
www.muenchen.de.
Erste Aktenlage ist am Freitag, den 04.07.2008. Dann gleich zwei Tage Wegschluss der Akten - es ist Wochenende! Tröstlich: gleich am Montag früh 06:30 Uhr dürfen sich interessierte Bürger wieder im Amt einfinden.... Typisch für Udes Moscheepolitik...? Bekanntgabe des Auslege-Verfahrens im Münchner Amtsblatt am 30.07.2008, für die Öffentlichkeit in der Rathaus-Rundschau am 02.07.2008, in Münchner Tageszeitungen am 3.7.2008, Auslegestart: 04.07.2008, 06:30 Uhr beim Planungsreferat
, Blumenstraße 28a. Im Baugesetzbuch §3 (2) heißt es aber bezüglich auf öffentliche Auslegung verpflichtend: „Ort und Dauer der Auslegung sind mindestens eine Woche vorher ortsüblich bekannt zu geben...““

Die ‚Bürger für Sendling’ stellten im Flugblatt nicht einmal die Frage nach einem Verfahrensfehler der Stadtverwaltung zum Nachteil der Münchner Bürger, sie sprachen auch nicht von einem Skandal!
Sie stellten nur nüchtern fest: es gab nur eine Auslegestelle für Sendling, nur eine für Obersendling: Vorgänge mit je etwa 65 Druckseiten für 89.685 Sendlinger... Und 1.266.0007 Münchner hatten gar nur eine einzige (!) Auslegestelle im Münchner Planungsreferat in der Blumenstraße!
Dort gab es in einem halbdunklen Raum mit zumeist leeren Standvitrinen diese 65 Druckseiten hinter Glas zu besichtigen, dann ein mehrere Meter davon entfernt stehendes Mini-Tischchen mit zwei Stühlen. Bürger mit einem PC mit Internetanschluss wurden von der LH München auf die allgemeine Münchner Internet-Adresse verwiesen:
www.muenchen.de

Doch alle diese Informationen nahm der SZ-Journalist Jan Bielicki, der auch auf die Internet-Seite www.Buerger-Fuer-Muenchen.de Bezug nahm, nicht auf!
Auch wenn der SZ-Bericht im Münchner Teil in außergewöhnlicher Weise groß aufgemacht eine dreiviertel Druckseite einnahm - die SZ-Leser erfuhren u.a. folgende Erkenntnisse im SZ-Bericht von Jan Bielicki nach dem Zwischentitel „Hässliche Flugblätter“:
            „Helga Schandl hat unterdessen ein mit weiß-blau-kariertem Tuch gedecktes Klapptischchen an den Aufgang der U-Bahn-Station Implerstraße gestellt und sammelt Unterschriften - nicht gegen die Moschee, sondern gegen die angekündigte Schließung der örtlichen Postfiliale. Die neuen Moscheepläne hat sie sich noch nicht angeschaut: „Ich kann also gar nichts dazu sagen“. Dass sie den Bebauungsplan für „wahrscheinlich reine Augenwischerei“ hält, sagt sie dann doch. Und weil sie Sprecherin des Vereins ‚Bürger für Sendling’ ist, drückt sie den Passanten noch ein Flugblatt in die Hand. „Achtung, Sendlinger Mitbürger!“ warnt es vor neuen „städtischen Ränken“ und fordert: „Keine Ghettobildung, keine Zentralmoschee, keine Minarette!“ Im Internet reagiert Schandls Initiative auf die städtische Beschreibung der Pläne: die sei „tendenziös und geschönt“.
„Es geht also wieder los“, sagt Andrea Borger, Pfarrerin an der evangelischen Himmelfahrtskirche in Sendling. Die ersten Flugblätter hat sie erst jüngst aus ihrem Briefkasten gefischt. „Hetzblätter“ nennt Borger sie. Eines stammt von einer Frau, die seit Jahren mit zum Teil wirren Beschimpfungen gegen Muslime wettert. Das andere ist jenes, welches die Bürger für Sendling“ verteilen. Deren Äußerungen hält Borger für „grenzwertig“. Der Kirchenvorstand hat wegen der Flugblätter einen Aufruf verfasst. „Keine Fremdenfeindlichkeit in Sendling!“ ist er überschrieben. Der Kirchenvorstand, heißt es darin, schämt sich für solche verletzenden Töne“. Nur wenn die Muslime sich ohne Anfeindungen öffentlich darstellen können, so glauben die Unterstützer aus der Himmelfahrtskirche, werden sie sich mit der neuen Heimat auch identifizieren.“


Eine Objektivierung der SZ-Berichterstattung über „Hässliche Flugblätter“ scheint den ‚Bürger für Sendling’ durchaus geboten! Denn im SZ-Artikel lässt der Journalist Jan Bielicki die evangelische Pfarrerin Borger zu Wort kommen. „Hetzblätter“ steht dann da - und berichtet wird von „grenzwertigen“ Äußerungen in Zusammenhang mit Fremdenfeindlichkeit.
Lesen die ‚Bürger für Sendling’ aber ihre BfS-Flugblätter und vergleichen dann deren Texte mit der SZ-Zusammenfassung des Journalisten Bielicki, dann verstehen sie plötzlich Bezeichnungen wie „Wortmischer“ und „SZ-Objektivität“ ganz neu.
Ein Kunststückbeispiel: zu einem vagen Hinweis auf „...wirren Beschimpfungen gegen Muslime“ als Behauptung einer nicht benannten Person füge man als Zutat einige Aussagen aus einem Flugblatt oder Internet-Veröffentlichungen der ‚Bürger für Sendling’ und vermenge das Ganze eloquent-elegant zur gefälligen „SZ- Meinungsbildung“... Voilà - so serviert wird SZ-Journalismus unterhaltsam und eine Überschrift interessant, Motto: „Die Angst kehrt zurück“!

Flugblätter-Originaltexte: „Garantiert nicht schädlich“!

 

Zur objektiven Meinungsbildung (nicht nur) der SZ-Leser bieten nun die ‚Bürger für Sendling’ (BfS) verschiedene Originalzitate an. So lautet der Textabschnitt in dem einen BfS-Flugblatt mit dem Titel OB-Ude-Auftritt ein Ränkespiel?“ vollständig:
„... Wie bei der letzten Bürgerversammlung soll nach einer langen Themenliste das Problem der türkisch-islamischen Zentralmoschee am Gotzinger Platz offensichtlich erst spät am Abend diskutiert werden! Wie letztes Jahr, als endloses Gerede der Stadtpolitiker viele Sendlinger Bürger frustrierte und missliebig machte! Sendlinger Bürger! Kommen Sie und bestimmen mit Ihren Stimmkarten Ihren Bürgerabend selbst! Denn unser Sendling soll als lebendiges, buntes, friedliches Viertel erhalten bleiben! Keine Ghettobildung! Keine islamische Zentralmoschee am denkmalgeschützten Gotzinger Platz! Erinnern Sie sich an das Verhalten der Münchner Stadtfunktionäre bei der letzten Sendlinger Bürgerversammlung? Das stundenlange, verwirrende städtische Gerede hatte damals viele ältere Mitbürger in der überfüllten Halle so erschöpft, dass sie die Versammlung ergebnislos - noch vor der Abstimmung - verlassen mussten.“

Der Originaltextabschnitt in einem anderen BfS-Flugblatt (Untertitel: Bürgervereinigung ‚Bürger für Sendling’: freiheitlich - überparteilich! Unserem Sendling verpflichtet!“, Haupttitel Sendlinger Bürgerversammlung, 10.07.2008, 19:00 Uhr“) lautet vollständig:
„...Achtung, Sendlinger Mitbürger! Neue städtische Ränke um türkisch-islamische DITIB-DITIM-Moschee? OB Ude kommt! (...) ...Außerdem hat man zusammenhängende Themen getrennt: 4-Stock-Parkhaus als Vorbedingung für Moscheebau! Bitte kommen Sie, bringen Ihre Nachbarn mit und bestimmen mit Ihren Stimmkarten Ihre Themen selbst - denn unser Sendling soll als lebendiges, buntes, friedliches Viertel erhalten bleiben! Keine Ghettobildung, keine Zentralmoschee, keine Minarette! Rettet den denkmalgeschützten Gotzinger Platz!“

Was macht der SZ-Journalist Jan Bielicki?
Er entnimmt offensichtlich aus einem BfS-Flugblatt (wo es hauptsächlich um die Sendlinger Bürgerversammlung am 10.07.2008 geht und um die von den Bürgern geforderte Redezeitbegrenzung von OB Ude (SPD) sowie der SPD-Polit-Funktionäre auf 15 Minuten, bzw. 3 Minuten) aus etwa 90 Zeilen Text einzelne Worte für einen anderen Zusammenhang...
Die ‚Bürger für Sendling’ fragen sich verblüfft: dient dies einer objektiven Meinungsbildung der SZ-Leser und legitimiert dies den SZ-Zwischentitel „Hässliche Flugblätter“?

Was aber wird im SZ-Artikel verschwiegen?
Die Zitate, die im SZ-Bericht für den Abschnitt „Hässliche Flugblätter“ auftauchten, stammen aus Flugblätter-Texten der ‚Bürger für Sendling’, wo jeweils die von den ‚Bürger für Sendling’ kritisierten Ausführungen der Stadt München im vollen Wortlaut (!) mit abgedruckt waren - zur objektiven Information der Flugblatt-Leser!

Wäre diese objektive, demokratisch-faire Information der Bürger Münchens durch die ‚Bürger für Sendling’ nicht objektiv den Beifall der Süddeutschen Zeitung wert gewesen?
Oder sind diese Attribute manchem SZ-Journalisten fremd?
Oder Pardon - sollten die zitierten städtischen Textpassagen vielleicht den Journalisten Jan Bielicki zum SZ-Zwischentitel „Hässliche Flugblätter“ animiert haben...?
Was wohl bewegte den SZ-Journalisten Jan Bielicki zu seiner Meinungsmelange mit Angstvisionen - und welche „Hässlichkeiten“ darf ein SZ-Leser nun wahrnehmen?
 

 

Bürgervereinigung „Bürger für Sendling“ (BfS)
Sprecherin: Helga Schandl (V.i.S.d.P), Königsdorfer Str. 13, 81371 München

 


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Sendlinger Pressekritik, den 14.05.2008
Ude, selbsternannter Vorkämpfer für Islam in Bayern

Münchner Merkur mit „Weckruf für München!“

 

Der Bericht im Münchner Merkur zum türkischen „Kinderfest im Kampfanzug“, ausgerechnet im Pfarrheim der katholischen Kirche St. Barbara war jede Zeile wert - doch wie ein „Weckruf für Münchner“ muss der MM-Kommentar des Journalisten Georg Anastasiadis vom 9.5.2008 gelten. Denn leise rückt der Tag näher, wo die Stadtbehörden Münchens der Münchner Bevölkerung den Bebauungsplan der türkisch-islamischen DITIB-DITIM-Zentralmoschee präsentieren wird... Doch ist das neue städtische Parkhochhaus nächst dem Gotzinger Platz noch nicht gebaut: Zukünftig soll dadurch den DITIB-DITIM-Muslimen genügend Parkraum für die Zentralmoschee-Besucher zur Verfügung gestellt werden!
Voll finanziert vom Münchner Steuerzahler - ein kommender Skandal!

Den aktuellen Peissenberger DITIM-Kinderskandal im Blick, schreibt der MM-Kommentator Georg Anastadiasis dem OB Ude als „politischen Verrenkungskünstler“ den Vorschlag, er solle, wenn es seine knappe Zeit noch erlaubt, nach Schongau blicken:
Dort haben türkische Grundschüler bei einem Kinderfest ein blutrünstiges, vom Nationalismus und türkischer Selbstaufopferung triefendes Theaterstück auf die Bühne gebracht, zum Entsetzen der dortigen Schulleitung. Einstudiert hatte das krude Stück ein Vorstandsmitglied der örtlichen ‚DITIB’ - jener türkischen Religionsbehörde also, die auch als Bauherrin der Sendlinger Moschee auftritt, für die Ude so unermüdlich ficht.
Schon stellt der erschrockene Schulleiter bange, wenn auch politisch-unkorrekte Fragen wie diese: “Wie weit ist es vom heroischen Sterben für die türkische Fahne bis zum terroristischen Sterben für den Islam?“ Solche Überlegungen kämen Ude, dem selbsternannten Vorkämpfer für die Muslimische Religionsfreiheit in Bayern, natürlich nie in den Sinn. Sollten sie aber. Dann freilich müsste der OB innehalten in seinem blauäugigen Feldzug für die grotesk überdimensionierte Sendlinger Moschee. Denn auch sie ist nichts anderes als eine Manifestation des islamischen Herrschaftsanspruchs mitten in Deutschland.“
(Münchner Merkur vom 9.5.2008, Seite 2, Politik)

Ist der Journalist Georg Anastasiadis nicht selbst blauäugig - oder zwinkert er hier nur mit einem Auge...  schließlich weiß er, dass der OB Ude ja studierter Rechtsanwalt ist. Und OB Ude hat schon einmal in der Sendlinger DITIM-Moschee Schanzenbachstraße eine Muslima öffentlich dahingehend beraten, dass sie ihre Forderung auf eine Zentralmoschee am Gotzinger Platz zurückhaltender formulieren sollte: „Sagen Sie nicht ‚Zentralmoschee!“ Das wäre nämlich der Ausdruck der Gegner! Verblüfft und ehrlich hatte damals die Muslima geantwortet, dass es aber doch die zentrale Moschee in München werden sollte - und OB Ude hatte ihr nachdrücklich-eindringlich nochmals seine Sprachregelung empfohlen!
Uns drängt sich hierbei die Frage auf: Wäre ein Rechtsanwalt mit seinen unterschiedlichen Mandanten, die sich aber befehden, so biegsam wie es beispielsweise ein Politiker oder auch politischer Kabarettist sein kann... wann würde er wegen Parteienverrats sich einem Richter stellen müssen?
Summa: Der Kommentar „Unbequeme Fragen“ des Münchner Merkur vom 9.5.2008 stellte in der Tat unbequeme Fragen... an alle seine Leser!
Wir Bürger für Sendling meinen deswegen: „Vielen Dank!“

Info: Münchner Merkur, politik@merkur-online.de, Telefon: 089 - 5306-410; Fax 089 - 5306-8657; Autor: Georg.Anastasiadis@merkur-online.de;
 

 

Bürgervereinigung „Bürger für Sendling“ (BfS)
Sprecherin: Helga Schandl (V.i.S.d.P), Königsdorfer Str. 13, 81371 München

 


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Sendlinger Pressekritik, den 13.02.2008
Süddeutsche Zeitung: Falschmeldung zur Moschee-Ablehnung der BfS

 

Grundsätzlich falsch:
Moschee-Standort und Hinweis Süddeutsche Zeitung

 

Am 13.02.2008, München-Seite S2, berichtete der SZ-Journalist Andreas Flessa über den Bezirksausschuss BA 6 „Spiegelfechtereien um das letzte Wort“. Unter anderem schrieb er:
„Mit den Plänen des türkisch-islamischen Vereins Ditim, eine Moschee in Sendling zu errichten, hatte der Bezirksausschuss seit Anfang 2004 ein zentrales Thema zu behandeln. Insgesamt 19 Mal nahm Pelkowski die Angelegenheit auf die Tagesordnung und ein Ende ist immer noch nicht in Sicht. „Mit der Moschee beschäftigen wir uns im Schnitt in jeder dritten Sitzung“, konstatiert Pelkowski. Neben Bauvoranfragen und Wettbewerben zur Gestaltung der Moschee musste das Bürgergremium auch zahlreiche Anträge der Initiative „Bürger für Sendling“ behandeln, die eine Moschee in Sendling grundsätzlich und radikal ablehnen. „Wir haben auch diese Anträge ordnungsgemäß behandelt“, stellt der BA-Chef fest. (...)“

 

Falsch:
Unwahr ist die Behauptung des Journalisten Andreas Flessa, dass die Initiative „Bürger für Sendling“ „eine Moschee in Sendling grundsätzlich und radikal ablehnen“.

 

Richtig:
Die „Bürger für Sendling“ lehnen nur die geplante türkisch-Islamische DITIB/DITIM-Zentralmoschee am denkmalgeschützten Ensemblebereich Gotzinger Platz aufgrund der Geschichte des Gotzinger Platzes, seiner Gebäude und der damit bestehenden Nutzungen begründet ab!
Diese Argumente wurden durch das Oberste bayerische Verwaltungsgericht in seinem Urteil gegen den geplanten Moscheebau auch bestätigt! Die seit über 15 Jahren existierende türkisch-islamische Moschee an der Ecke Impler-/Gaißacher-/Schanzenbachstraße (zu Fuß nur ca. 8 Minuten entfernt!) wurde von den ‚Bürgern für Sendling’ niemals infrage gestellt! Die DITIM-Türken sollen zudem für die Moschee Schanzenbachstraße bereits von der Stadt München in einer Nacht- und Nebelaktion genehmigte Umbaupläne haben. Der Protest der Bürger für Sendling richtete sich immer gegen undemokratische Vorgehensweisen und politische Willkür, niemals gegen eine im deutschen Grundgesetz verankerte Religionsfreiheit.

 

Summa:
Diese o.a. Behauptung des SZ-Journalisten Andreas Flessa, der übrigens seit Jahren über das Thema in der SZ berichtet, ist falsch und unwahr!
Dass der Journalist Andreas Flessa in diesem Zusammenhang das Wort „radikal“ für den Protest der Sendlinger Bürger verwendet, soll noch kommentiert werden. Denn es haben sich aktuell zur Stadtratswahl am 02.03.2008 zwei neue - durch OB Ude als rechtsradikal eingestufte - Parteien zur Thematik ‚Moschee am Gotzinger Platz’ mit radikaler Ablehnung geäußert.
Deswegen haben wir diese Wortsetzung ‚radikal’ von Andreas Flessa als „Versuch einer tendenziös aufzufassenden Assoziationshilfe für unbefangene Leser“ interpretieren können als auch als „Ausdruck für eine profunde, seriöse Begründung für die Ablehnung dieser türkisch-islamischen Moscheebaupläne am Gotzinger Platz“.

PS.: Dass die ‚Bürger für Sendling’ der Aussage des BA-Vorsitzenden Günther Pelkowski (SPD), er habe alles ordnungsgemäß behandelt - was so vom Journalisten Andreas Flessa berichtet wurde - nicht zustimmen, weil diese grundsätzliche Aussage nach ihrer Überzeugung und Beweislage nicht richtig ist: das ist eine weitere Geschichte...
 

 

Bürgervereinigung „Bürger für Sendling“ (BfS)
Sprecherin: Helga Schandl (V.i.S.d.P), Königsdorfer Str. 13, 81371 München

 


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Bürger für Sendling, 25.02.2007

 

Sind Wahrheiten "wa(h)re Wahrheiten " ?


Der Konflikt um die Moscheebaupläne hat nach Meinung der ‚Bürger für Sendling’ offenbart, dass viele Beteiligte - auch die Muslime der DITIM - die jeweiligen Grundlagen „der anderen Seite“ nicht verstehen. Außerdem hat der Entstehungsprozess gezeigt, dass auch demokratisch auf Zeit gewählte Politiker bewiesen haben, dass sie die Rechte ihrer Wahlbürger höchst geschmeidig-eloquent für ihre politischen Ziele und oft auch nur in ihrem persönlichen Sinn auslegen. Dabei erfüllen die Regional-Journalisten eine wichtige Rolle für die Unterrichtung der Bürgerschaft eine höchst wichtige Aufgabe! Als distanziert-kritische Beobachter können sie dann ein Problem "auf den Punkt" bringen!


John F. Kennedy warnte einst: „Der größte Feind der Wahrheit ist oft nicht die Lüge, die bewusst ausgeheckte Unredlichkeit, sondern eine Wirklichkeitsblindheit, zu der beharrlich überredet wird.“


Das VG München hat am 13.02.2007 durch seinen ablehnenden Richtspruch den Moschee-Befürwortern hinter dem OB Ude (das sind Stadträte der SPD, Schwullesbische Wählerinitiative Rosa Liste, Grüne/Bündnis 90) letztlich auch eine ‚Wirklichkeitsblindheit’ bescheinigt.


Im ‚Münchner Merkur’ kommentierte am 14.02.2007 der Journalist Robert Arsenscheck das Verhalten der Münchner Stadtpolitiker folgendermaßen:
 

Sie haben mit toten Paragrafen hantiert, statt sich um Erklärungen und Vermittlung zu kümmern. So, als wäre der Streit mit juristischen Spitzfindigkeiten zu lösen - wo es in Wahrheit um viel tiefer reichende kulturelle und religiöse Fragen geht.“

 

In der 'Süddeutschen Zeitung' war der Titel des SZ-Kommentars am 14.02.2007 gar: „Getarnter Kulturkampf“! Der SZ-Journalist Jan Bielicki machte aus seiner persönlichen Einschätzung des Gesamtvorgangs kein Hehl: er rügte das Verhalten des Verwaltungsgerichts München, das nach seiner Meinung sich von Stimmungen habe mitreißen lassen, missbilligte dann das Urteil, missbilligte dann den angeblich unvorbereiteten Auftritt der städtischen Vertreter und schloss seinen Kommentar mit seinem Ratschlag:
 

Nun muss die Stadt in einem hoffentlich sorgfältiger vorbereiteten Bebauungsplanverfahren nachholen, womit sie in einem schlampigen Schnelldurchlauf gescheitert ist: das Projekt Moschee so rechtssicher zu planen, dass es auch von denen nicht aufzuhalten ist, die nicht guten Willens sind.“

 

Die Redaktion des Anzeigenblatts "Hallo München" vom 21.02.2007 setzte auf die Titelseite: "Moschee-Urteil spaltet Sendling" , Verwaltungsgericht fordert Bebauungsplan für Gebetshaus." Das kostenlos verteilte Anzeigenblatt mit vielen redaktionellen Artikeln brachte etwa gleich umfangreiche, ausführliche Meinungen zum Urteil. Zuerst die des Moschee-Befürworters BA-Vorsitzender Pelkowski (SPD), der das Gerichtsurteil verurteilte, dann des CSU-Fraktionschefs im BA, Oliver Simon, der seine (nebenbei: und die der BfS) Forderung nach einem Bebauungsplan durch das Gericht bestätigt sah. Auch die Meinung des Ditim-Vorsitzenden Önder Yildiz wurde auf einer eigenen Seite ausführlich dargestellt. Der Kommentator "mst" des Anzeigenblatts hielt sich dagegen kurz, nüchtern, objektiv (folgend volle Länge):

 

"Das Moschee-Urteil und seine Folgen: Das Verwaltungsgericht München hat vergangene Woche in seinem Urteil entschieden, dass der Bauvorbescheid der Stadt München nicht für die geplante Moschee am Gotzinger Platz ausreicht. Zwar gilt der Standort als grundsätzlich geeignet, doch erachtete das Gericht aufgrund der Größe und Attraktivität der Moschee es für notwendig, dass durch die Aufstellung eines Bebauungsplanes die Interessen der Nachbarn stärker berücksichtigt werden. In dem Verfahren, bei dem man mit einer Dauer von bis zu zwei Jahren rechnen kann, werden alle Argumente erneut beurteilt werden."

 

Als Kommentar der 'Bürger für Sendling' sei nur die Volksweisheit wiederholt, dass "die Wahrheit" nicht wahrer davon wird, dass man das Behauptete am umfänglichsten unter das Volk bringt. Dass von den oben angeführten Zeitungen die "Süddeutsche Zeitung" die weitaus höchste Auflage aufweist, ist allerdings auch eine Wahrheit.

 

 

Bürgervereinigung „Bürger für Sendling“ (BfS)
Sprecherin: Helga Schandl (V.i.S.d.P), Königsdorfer Str. 13, 81371 München

 


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